Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1912)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1912-02-01
- Page
- 83 (sequence 6)
- Language
- German
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Arnsch.au. B3 den Amsturz herbeizuwünschen, um ihre Parteisache wieder in Flor 31t bringen, so mac^^rt bie agrarischen Hintermänner der „Deutschen Tageszeitung" kein hehl daraus, daß ihnen kriegerische Verwicklungen mit England willkommen wären und daß sie diese nahezu für unvermeidlich halten. In dem Agrarierblatt erschien ein „Der Deuts ch - e n g l i scheGeg e n s a tz" überschriebener Artikel, in dem die friedliche Wendung der auswärtigen Politik des Deutschen Reiches den Juden zur Last geschrieben und gesagt wurde: „Der Weltkrieg, der um jüdischer Interessen willen drohte, ist ja vornächst vermieden. Aber die ganz selbstverständliche Folge der Spannung sind erneute Rüstungen diesseits und jenseits des Kanals. Die aufgestachelte keltische Eifersucht aber droht unter der Steuerlast) die der Flottenbau in England gerade den armen keltischen Arbeiterklassen auferlegt, in einen allgemeinen Haß gegen die germanische Rasse umzuschlagen." Solche kriegslustigen Kundgebungen beweisen nur, daß das deutsche Volk allen Grund hatte, bei den diesmaligen Reichstagswahlen die größten'Anstrengungen zu machen, die Klinke der Gesetzgebung den Händen derer zu entwinden, denen ihre Parteisache höher steht als die Wohlfahrt des Vaterlandes. Die Hauptwahl am 12. Januar hat gezeigt, daß die in dieser Richtung gemachten Anstrengungen nicht vergeblich waren. Von den innegehabten Mandaten büßten die Antisemiten und dre. Wirtschaftliche Vereinigung sofort sieben ein: Mei & e n (Gabel), H o l z m i n d e n (v. Damm), Weimar (Graf), Pirna (Hanisch), Kassel (Lattmann), Wa'nz leben (Riesenberg) und Böblingen (Roth), und dort, wo Kandidaten zur Stichwahl gelangten, waren ihre Aussichten, diese Mandate zu verteidigen, keine glänzenden. Zu dieser Stichwahl hat es der leidenschaftliche Antisemit Sedlatzek, der im Kreise Schlochau-Flatow seine Kandidatur in ungestümster Weise betrieben hat, nicht gebracht. Trotz der wüsten Agitation, die der Hauptwahl vorausging, ist nur eine sehr bescheidene Zahl von Stimmen auf diesen radikalen Antisemiten gefallen. Von den Antisemiten und den Mitgliedern der Wirtschaftlichen Vereinigung, die zur Stichwahl gelangten, wurde im Kreise Lanterbach-Alsfeld Binde Wald