Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1911)
- Article
- Berlin
- Date
- 1911-10-01
- Page
- 572 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2316602-2316804-2316814-2345213--21963-2345289- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
572 Im deutschen. Reich. Freunde zu einer solchen Abmachung für die Stichwahl bereit sind. . . Sollte Herr vr. Ohr in die Stichwahl kommen, sind wir bereit, ihn mit aller Kraft zu unterstützen, aber nur dann, wenn die Freisinnigen in einem anderen Wahlkreise mit aller Kraft uns unterstützen. Sind sie dazu nicht bereit, werden wir hier öffentlich zur Wahlenthaltung auffordern/' Der „andere Kreis" ist natürlich der Wahlkreis Kassel, dessen Mandat jetzt dem Antisemiten Lattmann abgenommen werden soll. — Darauf hat Dr. Ohr im „Thüringer Hausfreund" die Antwort erteilt: „Wir haben keine Veranlassung, sechs Monate vor den Wahlen die Stichwahlfrage zu erörtern. Wir werden auch später dazu nicht in die Lage kommen, weil wir diesmal fei b st i n die Stichwahl kommen. Was dann die Parteileitung der Antisemiten beschließt, ist ihre Sache. Die Entscheidung liegt bei der Wählerschaft." — Der Verband der d e u t s ch e n Juden wird seine diesjährige (vierte) Hauptversammlung am Sonntag, den 5. November, in Berlin abhalten und zwar im Neuen Königlichen O p e r n t h e a t e r (Kroll), dessen Räume ihm durch das Entgegenkommen der Königl. Generalintendantur überlassen worden sind. In der Versammlung werden R a b b. D r. Baeck , Düsseldorf, über „D a s Judentum unter den R e l i g i o n e n" und Professor D r. Gold st ein, Darmstadt, über „D a s deutsche Gei st e s l e b e n und die I u d e n" sprechen. Einen dritten Bortrag, dessen Thema noch nicht feststeht, wird der L a n d ta g s a b ge o rd n e te Rechtsanwalt Dr. Cohn, Dessau, halten. — Wie die „Boss. Ztg." berichtet, ist von dem Hausb e s i tz e r v e r e i n zu De s s a u an den vorbereitenden Ausschuß zur Gründung eines Reichsdeutschen Mittelst a n d s v e r b a nd e s z. H. des Herrn Architekten Felix Höhn, Leipzig, Senefelderstraße 13, folgendes Schreiben gerichtet worden: „Ihrer Einladung zur Teilnahme an dem auf den 23. September d. I. nach Dresden einberufenen M i t t e l st a n d s t a g werden wir nicht folgen. Die Namen der Mitglieder des Ausschusses verbürgen uns, daß es sich bei der Begründung dieses Verbandes n i ch t u m w i r t s ch aft - £i cf) e Arbeit für den Mittelstand, sondern um p o -