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Im deutschen Reich · 1911-10-01 · Heft 10 (Oktober 1911) · p. 556

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 10 (Oktober 1911)
Article
Marokko und "kaiserliche Schildträger"
Date
1911-10-01
Page
556 (sequence 4)
Language
German
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556 Im deutschen Reich. gehilfen-Verband, derselbe Herr, den man dem 1. Berliner Wahlkreis als Reichstagskandidaten zugedacht hat: „Westmarokko deutsch! Das soll trotz alledem die Losung aller Deutschbewußten bleiben, und in dem erhebenden Gedenken des Sedantages haben wir uns heute hier zusammengefunden, um gleichzeitig Einspruch zu erheben gegen eine Politik der Schwäche und Zaghaftigkeit, die unwürdig ist unserer ruhmreichen Vergangenheit und ebenso unsere völkische Machtfülle in der Gegenwart nicht berücksichtigt. „Deutschland, Deutschland über alles", dieses unser Nationallied, brause wie einst durch die Welt." Wenn der als Revolutionär gemahregelte freisinnige Hosfmann von Fallersleben geahnt hätte, daß sein Lied einst zum Gassenhauer antisemitisch-reaktionärer Hetzer werden würde! Da die Juden bekanntlich alles beherrschen und überall ihre Hand im Spiele haben, so ist es kein Wunder, daß auch die „erbärmliche" Marokkopolitik, die „vollkommene Verleugnung auch nur des Scheines von deutschem Nationalgefühl"" auf das Konto der Juden zu schreiben ist. Wer das nicht glaubt, dem beweist es die „Staatsb. Ztg." unwiderleglich, warum die „jüdisch-liberale Presse mit größtem Eifer die französischen Interessen zu fördern sucht und jede hervortretende Regung deutschen Empfindens aufs gehässigste mit ihrem Geifer bespritzt": Sie deduziert etwa folgendermaßen: 1. Die französische Republik wird vorn Judentum beherrscht. 2. Im französischen Offizierkorps befinden sich eine große 'Anzahl jüdischer Offiziere. 3. Da Juden aber kein Blut riechen können, und die deutschen Juden mit den französischen solidarisch sind, so suchen die deutschen Juden den Krieg zu verhindern. Quod erat demonstrandum. Nachzulefen in der „Staatsb. Ztg/" vom 27. August 1911. Ueber die geheimen Absichten der deutschen Juden ist aber ein anderes Blatt, das Wiener „Alldeutsche Tageblatt, unbestechliche Zeitung", noch anders informiert. „Marokko ist ein ausgesprochenes Judenland, das wollen die Juden für sich haben; das geht leichter, wenn Marokko in französische Hände füllt. (!) Die deutschen Juden müssen daher durch ihren allmächtigen Einfluß bei Hof hintertreiben, daß Deutschland schneidig vorgeht/" „Es ist eine ungeheuer mächtige Klique, die da den Kaiser in ihren Krallen hat.

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