Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1911)
- Article
- Marokko und "kaiserliche Schildträger"
- Date
- 1911-10-01
- Page
- 555 (sequence 3)
- Language
- German
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Marokko imb ,/iniMn'Iiti;c Schildträger". übt der Antisemit Theod. Fritsch im „Hammer" Nr. 221 an dem Kaiser .Kritik. Die freikonservative, antisemitische „Post" schrieb: „Was ist mit den Hohenzollern geschehen, aus denen einst ein Großer Kurfürst, ein Friedrich Wilhelm I., ein Friedrich der Große, ein Kaiser Wilhelm I. hervorgegangen ist- Der Kaiser soll die stärkste Stütze der englischen -und französischen Politik sein, eine Stütze, viel stärker als 00 französische Divisionen? Er soll die Hoffnung Frankreichs sein? Noch vermögen wir es nicht, wollen wir es nicht glauben, was die französischen und englischen Zeitungen schon seit Wochen erzählen. Wartet nur ab, bis euer Kaiser zurückkommt, dann wird zum Rückzug geblasen, dann wird Deutschland nachgeben. Guillaume le timide, le valeureux poltron! Brandenburg starb am gebrochenen Herzen. Wir trösten uns mit ästhetischen Teekränzchen, Diners, Soupers, Reisen, Besichtigungen, Feiern aller möglicher Art über die Schmach des Vaterlandes. Und ernten damit billiges Lob des Auslandes, hinter dem die Verachtung steht!" Die „Nordd. Altg. Ztg." antwortete darauf: „Die „Post", die wir in diesem Falle nicht als Organ der freikonservntiven Partei anerkennen, hat einen Artikel veröffentlicht, worin sie, ohne über den Stand der Marokkoverhandlungen im geringsten unterrichtet zu sein, von einem Augenblick unsäglicher Schande, von einer Demütigung Deutschlands, vom Rücktritt des Reichskanzlers und des Staatssekretärs des Aeußern und von einem neuen Olmütz phantasiert. Wir würden diesen Ausgeburten eines überreizten Gehirns keine Beachtung schenken, wenn die Post sich nicht am Schlüsse ihrer Ausführungen erdreistet hätte, Seiner Majestät dem Kaiser, unter der feigen Form rhetorischer Fragen, politische Schwäche, ja Begünstigung des Auslandes zum Schaden deutscher Interessen vorzuwerfen. Die „Post" eignet sich mit diesen Ausführungen Gedanken «an, denen wir nur in ausländischen Schmähartiketn zu begegnen gewohnt sind. Der Versuch, solche Nichtswürdigkeiten unter dem Schein patriotischer Besorgnis in der deutschen Presse zu verbreiten, verdient die schärfste Zurückweisung." Bei der Sedanfeier der Deutsch-Sozialen donnerte der Festredner Thomas vom Deutsch-nationalen Handlungs-