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Im deutschen Reich · 1911-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1911) · p. 449

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1911)
Article
[Ohne Titel] / Hielscher
Date
1911-07-01
Page
449 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 449 bald die Urheberin des Gerüchts ermittelt und, von ihren Vorgesetzten auf die Folge ihrer Aeußerung aufmerksam gemacht, sich bereit gezeigt hätte, die nachstehende im „Zabrzer Anzeiger" und inr „Oberschlesischen Kurier" veröffentlichte Erklärung abzugeben: „Eine Aeußerung, die ich im Lause eines Gesprächs über den in der Urbanstraße zu Zabrze verübten Mord v o r Identifizierung des Leichnams und Entdeckung des Mörders machte, ist mißverständlich dahin aufgefaßt worden, daß ich an das sinnlose R i t lt a l nt otb m ärchen glaube. Ich fühle mich daher von meinem Gewissen gedrängt, zu erklären, daß nach meiner innersten Ueberzeugung die Blutbeschuldigung eine auf Wahnwitz beruhende Lästerung der jüdischen Religion ist und von Sr. Heiligkeit dem Papst Jnnoeenz IV., Sr. Heiligkeit dein Papst Gregor X., Sr. Heiligkeit dem Papst Martin V., Sr. Heiligkeit dem Papst Paul III., Sr. Heiligkeit dem Papst Klemens XIV. als eine böswillige und lügenhafte Erfindung erklärt wurde, sowie daß Seine Eminenz der Herr Kardinal-Fürstbischof von Breslau, Dr. Georg Kopp, noch als er hochwürdigster Bischof von Fulda war, erklärte, daß eine derartige Beschuldigung, auf welche Voraussetzungen imnier sie gestützt werden möge, als eine freventliche Unwahrheit bezeichnet werden muß. Zabrze, den 9. Mai 1911. H i e l s ch e r , Lehrerill au Schule XX." Inzwischen ist der Mörder überführt und nach, zweitägiger Verhandlung von dem Schwurgericht in Gleiwitz zum Tode verurteilt worden. Kupka hatte die galizische Handelsfrau Gütel Träger erschlagen, beraubt, den Leichnam in den Schornstein gezwängt, mit Petroleum begossen und zu verbrennen gesucht. Kupkas Ehefrau wurde wegen der von ihr geleisteten Beihilfe zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. — Die in L i p p st adt erscheinende katholische Zeitung „D er P a tr i o t" brachte inr April d. Js. zwei Artikel, in denen sie den anläßlich des Dokumentendiebstahls in Paris bekanntgewordenen Journalisten B e r n h a r d Mai m o n als galizischen Juden bezeichnete und diese Konfession ganz besonders in der zweiten Notiz betonte, in der sie ihn Mädchenhändler nannte. Auf Grund dieser Notizen sandten wir

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