Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1911)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1911-06-01
- Page
- 359 (sequence 14)
- Language
- German
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VereinsnachrichLen. 359 nicht ihre Wirkung auf den Direktor der dermatologischen Universitätsklinik zu Rostock. — Es war uns mitgeteilt worden, daß in der illustrierten Zeitschrift für gesellschaftliches Leben und Reise „Der Weltkurier", die in der Hauptsache den Interessen des Norddeutschen Lloyd'in Bremen dient, ein Artikel: „Der schwarze Tod'' veröffentlicht worden sei, in dem der Verfasser Baron Binder-Kriegelstein „Juden, Griechen und Armenier" in eine bedenkliche Verbindung zu „Abenteuerern, Spielern, Schnapphähnen usw." bringt. Wir haben dem Direktorium des Norddeutschen Lloyd zur Kenntnis gebracht, daß dieser Artikel unter unsern Mitgliedern Mißstimmung erregt habe, und alsbald von den Verlegern des „Weltkurier" in Berlin, Hobbing & Co., G. nt. b. H., die Mitteilung erhalten, daß der Passus nur infolge eines Uebersehens in dem Artikel unverändert stehen geblieben sei, daß insbesondere auch die Redaktion, weil der Verfasser die Korrektur selber gelesen habe, diese Stelle nicht weiter beachtet hatte. Wir möchten das Versehen als solches betrachten und entschuldigen. — Vor einiger Zeit teilte uns ein Vereinsmitglied in Wiesbaden mit, es habe im dortigen S e al a - Th e a t er einer Aufführung des Volksstückes „Die Bergfexen" von Seiten des Original bayr. Bauerntheaters beigewohnt, und an einem im letzten Akt vorkommenden Satz, in welchem der Jude als Güterzertrümmerer dargestellt wird, Anstoß genommen. -Wir haben dies Herrn Direktor Georg Renner aus Schliersee mitgeteilt und von ihm einen Bescheid erhalten, in dem er erklärte: „Ich kann versichern, daß es nie unsere Absicht war noch ist, Glaubenssachen auf der Bühne zu forcieren; man kann aber hie und da, wenn im Textbuch irgend ein derartiger Ausdruck vorhanden ist, mit bestem Willen einige Worte nicht Hinhalten. Auf jeden Fall werden wir solche Sachen meiden, wie wir können, denn es liegt in unserm Interesse, Beleidigungen solcher Art zu vermeiden, da wir auf Theaterbesucher Ihrer Konfession angewiesen sind. Dies zur gefl. Kenntnisnahme." — Die Mitteilung der „Thüringer Laudeszeitung" vom 27. April, daß „G r o ß t a b a r z, das iudenreine Bad mit dem Dorfverbot: „Hier haben Inden keinen Zutritt", eilt klassischer Boden des Antisemitismus" sei, hat uns per-