Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / M.
- Date
- 1911-05-01
- Page
- 298 (sequence 13)
- Language
- German
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298 Im deutschen Reich. ohne Namensnennung seine Ausführungen nicht annehmen iDOiltc, in der „Remscheider Zeitung" veröffentlichte. Er versicherte, den Borgang persönlich auf dein Indenfriedhof an der Chaussee Wattenscheid-Bochum im Jahre 1803 selbst wahrgenommen zu haben, aber nach 47 Jahren weitere Einzelheiterl nicht angeben zu können. Herr R a b b i n e r Dr. N orden hat darauf in dem Sprechsaal derselben Rernscheider Zeitung am 8. April erwidert: „Herr Z. erinnert sich nach 47 .Jahren genau der Worte, die bei der Beerdigung gesprochen sein sollen. Der Vorgang muß also auf ihn einen nachhaltigen Eindruck gemacht haben. Seine Erklärung, es habe ihm ferngelegen, uns Juden in unfern religiösen Einrichtungen zu nahe zu treten, mutet etwas seltsam an, da er doch die Darstellung aufrecht erhält,-die ich als eine schamlose Verleumdung gekennzeichnet habe. Ich halte es unter nr einer Würde, mit einem Ma nn e länger zu p o l e m i si e r e n, der z u feig e ist, feinen Namen zu nennen." Es ist herzlich zu wünschen, daß unsere Vereinsmitglieder sich an dem sofortigen und energischen Vorgehen des Herrn Rabbiner Dr. Norden ein Beispiel nehmen, wenn unsere Religion oder ihre Einrichtungen in feiger Weise verleumdet werden. Wir werden in allen Fällen, wo unser Rat eingeholt wird, auch unsererseits sofort einschreiten und bitten dafür Sorge tragen zu wollen, daß uns die entsprechenden Notizen sofort zugehen. Die Hauptsache ist,, daß Gegenerklärungen nur von solchen Persönlichkeiten ausgehen, die genau unterrichtet sind, wie es in diesem Falle von seiten unseres Vereinsmitgliedes Herrn Dr. Norden geschehen ist. In Kreuznach ist am 27. März nach längerem Leiden im 74. Lebensjahre Herr Isaak Woog verschieden, der seit der Gründung der dortigen Ortsgruppe des Central- Vereins als deren stellvertretender Vorsitzender, die Bestrebungeu und Ziele des Central-Vereins tarkräftig unterstützt und gefördert hat. Wir bewahren dem Enrschlafenen ein ehrendes Andenken. — Klaus u r verein e. Eine neue Art von Antisemitismus gedeiht jetzt auf den technischen Hochschulen, dessen Zweck nur darauf gerichtet ist, burrfj Erschwerung der Vor-