Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / M.
- Date
- 1911-05-01
- Page
- 297 (sequence 12)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 297 [aal des „Remscheider Generat-Anzeigers" diese abscheuliche Erzählung als ein A m m e n - M ä r ch e n bezeichnet rvurde, blieb der Anonymus bei [einer Behauptung, die einer scharfen Widerlegung bedurfte. In anerkennenswerter Weise ist dies darauf von berufener Seite in dem am 4. April in dem Remfcheider Blatt veröffentlichten nachstehenden Schreiben geschehen: „Sehr geehrter Herr Redakteur! In Nr. 75 Ihres gesch. Blattes vom 29. März findet [ich ein Eingesandt mit der Ueberschrift: „I a t h o. Zu r weiteren A u f k l ä r u n g." Am Ende seiner Ausführungen wagt es der anonyme Einsender, die jüdische Religion in ungeheuerlicher Weife zu beschimpfen. Wohl hat nun in Nr. 77 vom 31. März ein anderer Einsender die betreffenden Ausführungen ein Ammenmärchen genannt; allein m. E. verdient der Anonymus eine viel derbere Abfuhr. Von privater Seite höre ich, daß der Herr Z. ein Lehrer [ein soll; so tun mir die Remscheider Kinder leid, auf die ein solcher Dunkelmann als Erzieher einwirkt. Ich fordere hiermit den Einsender auf, aus seiner Anonymität herauszutreten, auch den Namen des Rabbiners zu nennen, der die Grabrede gehalten, und den Ort, an welchem die Beerdigung stattgefunden hat; desgl. Zeugen zu nennen, welche die angeblichen Worte gehört haben: „Wenn du den Zimmermannsfohn, den Jesus von Nazareth siehst, so stich und steinige ihn." Ist der Einsender nicht in der Lage, hierüber einwandfreie Auskunft zu erteilen, so erkläre ich seine Erzählung für eine schamlose Verleumdung, und werde mir eventuell weitere Schritte Vorbehalten. Es ist traurig genug, daß man im 20. Jahrhundert noch genötigt ist, [eine Zeit mit der Widerlegung solch haarsträubenden Blödsinns zu vergeuden. Hochachtungsvoll Dr. Norden, Rabbiner der Synagogengemeiude Elberfeld." Der anonyme Herr Z. trat mit der früheren Behauptung noch einmal hervor, die er, weil der „General-Anzeiger"