Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / M.
- Date
- 1911-05-01
- Page
- 299 (sequence 14)
- Language
- German
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V c v ciu^mi ch r t ch 1 c n. Ocrcitiuu] zur Prüfung für dir Inden ihre offenbar gefürchtete Konkurrenz zu beseitigen. Zu diesem Zwecke bestehen für fast alle technischen Facher sog. Klaufurvereine. Diese Vereine haben im Laufe der Zeit ein wohl als lückenlos zu bezeichnendes Material zusammengestelit, das aus Baumeisterarbeiten, ausgearbeiteten Klausurarbeiten und auch aus Ausarbeitungen der im Examen gestellten mündlichen Fragen nebst Antworten besteht. Die christlichen Fachgenossen bedienen sich fast ausnahmslos der Hilfsmittel dieser Vereine zur Vorbereitung für das Examen und erlangen so eine weit vorteilhaftere Stellung als ihre jüdischen ^ollegeii, die sie satzungsgemüß von der Mitgliedschaft ausschließen. Den Behörden ist das Bestehen der Klausnroerciue natürlich sehr wohl bekannt, aber ein Vorgehen ist ihnen nicht möglich, da die Mitglieder nicht mehr Studenten sind. Da nur leider keine Möglichkeit haben, den jüdischen Kandidaten die Aufnahme in diese Vereine zu erwirken, können wir ihnen nur den Rat geben, sich auf den Gebieten, in denen sie in größerer Anzahl vorhanden sind, sich zur gegenseitigen Förderung zu vereinigen und den Mangel an derartigen Hilfsmitteln durch verdoppelte eifrige Arbeit zu ersetzen. -- Wie die „Staatsbürger-Zeitung" berichtet, ist im Gnadenwege die über ihren Redakteur W i l l i B u ch-B u ch o w wegen seiner Angriffe auf die jüdische Religion verhängte achttägige Gefängnisstrafe in Festungs strafe umgewandelt worden. — Unsere Liste der A p o t h e k e r, d i e bei Ausschreibung von Stellen jüdische Bewerber ans schließen, hat die Herren Alfred und Albert Wantz in Metz veranlaßt, uns zu ersuchen, nnsern Lesern davon Kenntnis zu geben, daß ihre in der ,,Pharmazeutischen Zeitung" erschienene Annonce durch einen Kunden ihrer Medizinal-Drogerie inseriert wurde, sie aber nur als Vermittler handelten, ferner, daß sie niemals einen verletzenden konfessionellen Passus in ihren eigenen Stelleu-Gesnchen haben, und dies auch nie tun würden. Unsere Liste ist deshalb in diesem Punkte zu berichtigen, des gl. auch bezüglich der A r e o u a - A p o t h e k e in Berlin, deren Besitzer, Herr Rosenberger, zugesagt hat, daß er in Zukunft bei seinen Inseraten zwecks Engagement konfessionelle Bemerkungen unterlassen werde.