Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / M.
- Date
- 1911-05-01
- Page
- 296 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316804-2316810--21563-2344781- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
296 Im deutschen Reich. uienhütte, Böhm, M. Tichauer und der Vorsitzende. Aus den Ausführungen ist besonders der Wunsch hervorzuheben, Aufklärung zu schaffen über die Zurücksetzung des BeuLhener Rabbiners bei Gelegenheit der Denkmalsenthullung Friedrichs des Großen. Die Versammlung stimmte dem in großer Einmütigkeit zu. Es handelte sich um eine allgemeine prinzipielle Frage, nicht um eine Sache des Einzelnen. Der Vorstand wurde durch Akklamation wiedergewählt. — Am 8. April fand in Göppingen eine Central- 'Vereins-Berfammluug statt, welche von Herrn Rechtsanwalt S t e i n e r vorzüglich vorbereitet und die sehr gut besucht war. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einem kurzen Vorwort des die Versammlung leitenden Rechtsanwalts Steiner erhielt Rechtsanwalt Dr. K a 11 m ct n n - Stuttgart das Wort zu seinem Vortrag „Unsere Freunde und unsere Feinde". Der Redner erntete für seine inhaltreichen und sachlichen Ausführungen großen Beifall. An der Diskussion beteiligten sich verschiedene Göppinger Herren, namentlich die Herren Lehrer Bodenheimer und Fabrikant Maier, sowie der anwesende Vertreter des württemöergischen Landesausschusses, Herr Rechtsanwalt Mainzer II aus Stuttgart, der die Anwesenden, soweit sie nicht schon Mitglieder seien, zum Eintritt in den Verein aufforderte. Es erfolgten 27 Beitrittserklärungen, so daß die dortige Ortsgruppe jetzt 51 Mitglieder zählt. — Der „Remscheider General - Anzeiger" hatte am 29. März ein anonymes Eingesandt veröffentlicht, in dein, anknüpfend an eine Polemik gegen Jatho und die Zweifler an der Existenz Jesu, gesagt war: „Als Beweis hierfür möchte ich eine Begebenheit aus meiner Jugend erzählen. Es war im Jahre 1863, da hatte ich nämlich Gelegenheit, einem B e g r ä b n i s n a ch j ü d i s eh e nt R i t u s üeizuwohnen. Da hörte ich den Rabbiner sagen: „Grüß mir Vater Abraham!" Die anwesenden Juden, das Trauergefolge, antwortete im Chor: Mir auch, mir auch! Dann: „Wenn du den Zimmermannssohn, den Jesus von Nazareth siehst, so stich und' steinige ihn." „Glauben Sie wirklich, Herr daß die Juden sich noch heute um Jesus kümmern und den Namen am Grabe nennen würden, wenn dieser Jesus nur in der Einbildung gelebt habe?" -- Als sofort im Sprech-