Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 4 (April 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1911-04-01
- Page
- 214 (sequence 9)
- Language
- German
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214 Im deutschen Reich. auch Sie nicht behaupten, ja wenn Sie ehrlich sein wollten, müssen Sie sogar zugeben, daß ich recht oft aus eigener Tasche zugeben muß. Ich habe das bisher gern getan, war ich doch in der Lage dazu und mir allein Rechenschaft schuldig. Aber auch verpflichtet habe ich unch gehalten, hier und da Opfer zu bringen, zumal der Hansa-Bund in vornehmer Weise auch für das laufende Jahr die Mittel zum unentgeltlichen Buchführungs-Unterricht an Handwerksmeister und Gewerbetreibende zur Verfügung gestellt hat. Daß ich, wie an vielen Stellen, ehrenamtlich wirken kann, danke ich der auskömmlichen Entschädigung durch meine Berufso r g a n i s a t i o n , welche rneine Tätigkeit zu bewerten weiß, und wenn ich Ihre Unterstellung mit Entrüstung zurückweistw so tue ich das nicht nur meiner verletzten Ehre wegen, sondern weil Sie in mir einen ganzen Stand beleidigen. Oder glauben Sie etwa, daß sich das T i s ch l e r g e w e r b e einen Mann an die Spitze stellt und demselben unbeschränktes Vertrauen schenkt, der nicht unbedingt ehrenhaft ist und so handelt? Ob Sie es über sich gewinnen werden, Ihre unglaublich alberne Behauptung richtig zu stellen, wage ich nicht zu hoffen, denn wer zu solchen vergifteten Waffen greift, wie Sie, der scheut sich auch nicht, ruhig weiter zu verleumden. Wenn ich mich aber täuschen sollte und die Redaktion auch nur einen Funken von Anstand besitzt, so erwarte ich, daß meiner ehrenwörtlichen Erklärung Glauben geschenkt wird. Sie mögen in ich kritisieren, ineine Stellung zum Hansa-Bund für falsch halten, ja Sie mögen mich auch mit Ihrem H a ß verfolgen, aber meine persönliche Ehre haben Sie zu achten so.gut wie die eigene. Hochachtungsvoll C. R a h a r d t, O b e r m e i st e r." Unverkennbar haben die mit den Antisemiten verquickten rückschrittlichen Tivoli-Konservatiren nicht nur das Vertrauen des Mittelstandes verscherzt, denn ebenso wie die Gewerbetreibenden der „Mittelstandsvereinigung" zeigen jetzt die Mitglieder des „Bauernbundes" dafür das rechte Verständnis, daß sie ihre Interessen selbst vertreten müssen, weil als