Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 4 (April 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1911-04-01
- Page
- 213 (sequence 8)
- Language
- German
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Umschau. 21:’ Wortführern vor den Karren der Reaktion spannen lassen. Die Handwerker zeigen sich hierbei vielen Handlungsgehilfen überlegen, die infolge der Machenschaften des Dentsch-nationalen Handlungsgehilfenoervan' e? noch inaner glauben, ihre Berufsinteressen unter Führung von Männern, fordern, zu können, die bekannte Parteigänger der antisemitischen Deutsch- Sozialen sind und dadurch dem „Bunde der Landwirte" Heeresfolge leisten, der die Interessen der Großgrundbesitzer vertritt. Die Mitglieder der Mittelstandsvereinigung sind keineswegs Philosemiten; sie haben sich aber zu ihrem eigenen Nutzen von dem Bann der Reaktion freigemacht mit) im Zusammengehen mit dem Hansa-Bunö das gefunden, was ihnen die Antisemiten nicht bieten wollten und konnten, ernstes Streben zur Besserung der Lage von Handel und Gewerbe und Wahrung des Selbstgefühls freier Bürger. Den Leiter der Mittelftaudsoereinigung, der diese Aufklärung verbreiten half, den Obermeister der Tischlerinnung, Rahardt, verfolgen deshalb die Antisemiten mir Haß: sie haben ihm u. a. nachgesagt, daß er für feine agitatorische Tätigkeit vom Hansa-Bunde Bezahlung erhalte, und es ständen ihm für diese 10 000 Mark zur Verfügung. Er hat sich gegen diese Behauptung in einem heftigen Schreiben gewehrt, das die „Staatsbürger Ztg.", natürlich mit unliebenswürdigen Glossen veröffentlicht hat. In dem Schreiben Rahardts heißt es: . „Weder hat inan die G e s ch m a cklosigkeit gehabt, mir Bezahlung anzubieten, noch würde ich mich jemals herbeilassen, eine solche anzunehmen. Schon der ausgesprochene Verdacht ist eine Niederträchtigkeit, aber daß Sie es zudem noch wagen, die Frage im angeblichen Interesse für mich zu stellen, das setzt der Gemeinheit des Artikelschreibers die Krone auf. Um jedoch jedes Deuteln an meiner Erklärung von vornherein auszuschließeu, will ich noch hinzusügeu, daß ich unter dem Ersatz meiner baren Auslagen, die Erstattung des Fahrgeldes II. Klasse und Tagesspesen von 15 Mark verstehe. Daß mau dabei von einer Bezahlung sprechen kann, werden