Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1911)
- Article
- Die Juden als Sexualverbrecher
- Date
- 1911-02-01
- Page
- 79 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Juden als Lexualverbrecher. 79 Ungarn. In den letzteren Ländern stehen die Juden bezüglich der Verstandesdelikte (Betrug, Urkundenfälschung) ungünstiger da als die Christen, während sie an den Zergehen, welche die Anwendung körperlicher Gewalt zur Voraussetzung haben (Körperverletzung, Notzucht) einen geringeren Anteil haben. Genau das umgekehrte ergibt sich für Amsterdam. (Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden, 1907, S. 190.) Die ungünstige Kriminalitütszisser für Rußland führt Wulfsen wohl mit Recht aus die drückenden ökonomischen Verhältnisse zurück. Den von Wulfsen für die im allgemeinen günstige Sexualkriminalität der Juden angeführten Gründen dürsten noch die in den jüdischen Religionsquellen enthaltenen Verbote hinzuzufügen sein. Bekanntlich gibt das jüdische Schrifttum sehr strenge Vorschriften für den Geschlechtsverkehr und droht schwere Strafen für Sittlichkeitsdelikte an. Verbietet doch die Bibel jeden außerehelichen Geschlechtsverkehr. Nun werden ja heute die jüdischen Gesetze nur von einem Teil der Judenheit beobachtet, so daß man nicht sagen kann, daß sie direkt die Begehung von Sexualverbrechen verhindern. Aber es kommen doch wohl von alters her ererbte Hemmungsvorstellungen in Frage, welche aus die Sexualkriminalität der Juden günstig einwirken. Die jüdische Religion als solche kann daher in diesem Falle als negativer Kriminalitatsfaktor neben den von W u l f f e n erwähnten Faktoren genannt werden.; , : (; / Daß der Alkohol ein die Sittlichkeitsdelikte förderndes Moment ist, ergibt sich daraus, daß im Großherzogtum Baden im Jahre 1895 38 o/0 aller Sittlichkeitsdelikte und 83 o/o aller Notzuchtsverbrechen im Rausch begangen wurden. Die Mäßigkeit der Juden im Alkohol vermindert daher zweifeLsohne die 'Sexualdelikte. (Bergt. Hoppe, „Die Kriminalität der Juden und der Alkohol" i. d. Ztschr. f. Demogr. und Statistik der Juden, 1907, S. 38.) Bon Interesse dürften noch einige Einzelziffern sein, welche die günstige Stellung der Juden zu den Sexualdelikten beleuchten. Wulfsen führt die geringe Zahl der unehelichen Geburten bei den Juden als Beweis für die sexuelle Enthaltsamkeit der ledigen Jüdinnen an. lieber die jüdische