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Im deutschen Reich · 1911-03-01 · Heft 3 (März 1911) · p. 147

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 3 (März 1911)
Article
[Ohne Titel] / Schneider, M.
Date
1911-03-01
Page
147 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 147 brrc'ftouen auf Grund dieser Einwendungen von seiten unserer Mitglieder zugesagt, das fragliche Buch aus d e r B ü ch e r e i zu entfernen. Wir fordern daher alle Mitglieder auf;, ü bera l l,, wo das Buch sich noch findet, von der Bib l i o t h e k s v ev w al t u n g energisch dessen E n t - s e'r nu n g zu. verlangen! — Der Nummer 207 der antisemitischen Zeitschrift „Der Hammer" entnehmen wir die Nachricht, daß ein von dem deutsch - völkischen Schftiststellerverband unterstütztes Gnadengesuch in dem Prozeß gegen Theodor Fritsch, dev wegen Gotteslästerung zu einer Woche Gefängnis verurteilt wurde, vom König von Sachsen abschlägig beschieden worden ist. — Die Firma Franz Bergmann & C o. in C ö l n hat kürzlich wiederholt im „Berliner Tageblatt" zwei Ra hon - chess christlicher Konfession gesucht. Soweit uns bekannt ist, zählt diese^ Firma zu ihren Kunden auch viele, die nichtchristlicher Konfession sind, für die es von Interesse sein wird, zu erfahren, daß die genannte Firma jüdische Angestellte boykottiert. — Die Verwaltung des Mineralbades Ditzenb a ch in Württemberg, Station der Nebenbahn Geislingen- Wiesensteig, versendet Prospekte, in denen es heißt: „Ansteckend oder abschreckend wirkende Kranke werden in Bad Ditzenbach nicht ausgenommen. Auch werden hier nur G ä st e ch 'r i st l i ch e n Bekenntnisses und keine Kinder ausgenommen." — Die natürlichen Vorzüge des Mineralbades Ditzenbach müssen sich wesentlich von denen vieler anderen schönen Orten des Schwarzwaldes unterscheiden', da es die Verwaltung für nötig hälft zur Steigerung des Besuches an antisemitische Instinkte kranker Leute zu appellieren. Die Erholung suchenden Juden werden nicht in Verlegenheit sein, schönere und wirksamere Erholungsorte im Schwarzwald zu finden, die nicht unter einer Verwaltung stehen, die durch solche kläglichen Hilfsmittel Besucher heranzuziehen glaubt. — Vor einiger Zeit hat der angebliche Schriftsteller Alfons Rosen seid in der Bruhnschen Zeitschrift „Die W a h r h e i t" mehrere Mitglieder der Synagogengemeinde Brieg in einer fast unglaublichen Weise brüskiert. Er wurde,

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