Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1911)
- Article
- Die antisemitischen Handlungsgehilfen im Lichte der Statistik
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 21 (sequence 7)
- Language
- German
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Die antisemitischen Handlungsgehilfen im Lichte der Statistik. 21 ihre starke Beteiligung am kaufmännischen Beruf, in den sie infolge künstlicher Verhinderung an mancher andersartigen Wirksamkeit hineingedrängt sind, von den Gesinnungsgenossen der „Deutsch-nationalen" zum Vorwurf gemacht wird, so sollte doch logischer Weise nicht der Versuch gemacht werden, sie auch auf diesem Gebiet durch Ausschluß von -Dachorganisationen zu beschränken und zu bevormunden. Für die Bescheidenheit des Verbandes ist es bezeichnend, daß er sich gleichwohl als Vertretung der deutschen Handlungsgehilfen gebärdet, deren Fach und Wesen und Lebensinteressen er nur nach den Bedürfnissen der sehr jugendlichen Neulinge bemessen kann, die ihm angehören. So erklärt sich auch der, der patriarchalischen und koufervativen jüdischen Art entgegengesetzte Mangel an Liebe für den kaufmännischen Beruf überhaupt, der in dem sogenannten sozialen Wirken des Verbandes und seinem dennnziatorischen Vorgehen gegen die Prinzipale seinen Ausdruck findet. Noch ein anderer Grund für die, mit den antisemitischen gepaarten antikaufmännischen Tendenzen der Deutsch-nationalen tritt ausfällig hervor: ihr ni e d r i g e s Bildungsniveau, das von der eigenen Berbandsleitung statistisch ermittelt und festgelegt ist. Es bildet den Schlüssel für das gesamte, mehr als einseitige Verhalten des Verbandes, entschuldigt es aber nicht: denn wer sich keiner höheren Bildung rühmen darf — daraus, daß er sie nicht genossen, soll wahrlich niemand ein Vorwurf gemacht werden —, der hat sein stillzuschweigen, anstart in dieser schwierigen und wichtigen Frage sich eine Führerrolle anzumaßen. Nur ein Fünftel der jungen Leute, die fähig und geneigt waren, die Fragebogen des Verbandes zu beantworten, haben eine Realschule oder Oberrealschule, ein Gymnasium oder Progymnasimn besucht. Aber nur ein Drittel dieses Fünftels hat es bis zum Ei n j ä h r i g e n - Z e u g n i s oder — in ganz verschwindender Anzahl — zu einer anderen höheren Prüfung gebracht. Unter den angeblich mehr als hunderttausend Mitgliedern des Verbandes haben nur ganze 2287, also nur etwa 2 o/o, bekunden können, daß sie diese Etappe erreicht haben, die heute allgemein als Vorbedingung für eine nutzbringende Stellung im Handelsgewerbe angesehen nnb selbst von mittleren Firmen, die einige geistige Ansprüche an ihr