Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1911)
- Article
- Die Rheinisch-Westfälische Woche
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 11 (sequence 5)
- Language
- German
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Die Rheinisch-Westfälische Woche. 11 stattete Delegiertenversammlung des Landesausschusses für Rheinland und Westfalen. Die Delegierten waren — über 40 an der Zahl — aus den verschiedensten Städten des den Landesausschuß bildenden Gebiets herbeigeeilt, und eine große Reihe von Herren hatte eine stundenlange Reise nicht gescheut, um den Verhandlungen beizuwohnen. Wie uns von einer großen Anzahl der erschienenen Herren mitgeteilt wurde, waren die Anregungen und Belehrungen, die sie aus dieser Delegiertenversammlung mitgenommen haben, auch hochbedeutsam, und sie haben den Wert dieser Versammlungen in jedem einzelnen bekräftigt. Die D e l e g i er te n ve r sa m m l u n g wurde von Herrn Rechtsanwalt vr. H erzfel d aus Essen geleitet. Herr Rechtsanwalt Abel gab zunächst ein ausführliches Referat über die Tätigkeit des Landesausschusses für Rheinland und Westfalen im Jahre 1909/10 .und erörterte die wichtigeren Einzelfälle, die den Landesausschuß beschäftigt hatten. Er gab überall die zweckmäßigen Methoden des Vorgehens an und wies darauf hin, daß man in keinem Falle sich auf den Standpunkt stellen könne, ein Vorgehen des Central-Vereins nütze nichts; man müsse vielmehr allenthalben unermüdlich arbeiten und werde dann schon zum Ziele gelangen. Der zweite Referent, Herr Rechtsanwalt Dr. R u dols Geiger aus Frankfurt a. M., hielt der Versammlung einen ausführlichen Vortrag über das Thema: „Unsere Stellung bei der nächsten Reichstagswahl." Aus dem Inhalte seines Referats sei, soweit es die breitere Oeffentlichkeit interessierst folgendes hervorgehoben: Der Redner ging aus von einer kurzen, Allgemeinen Darstellung der Bedeutung der nächsten Wahlen überhaupt, welche in Rücksicht auf die gesamte politische Lage, in erster Linie der Bekämpfung des schwarz-blauen Blocks, zu dienen hätten. Im Verhältnis zu den großen hierbei zu erörternden Fragen politischer und wirtschaftlicher Natur sei die uns als „Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in erster Linie interessierende Frage der Gleichberechtigung der deutschen Juden und der Bekämpfung des Antisemitismus in jeder Form keine kleine oder nebensächliche; denn es handle sich dabei um die Wahrung von Ver-