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Im deutschen Reich · 1910-04-01 · Heft 4 (April 1910) · p. 329

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 4 (April 1910)
Article
Berlin
Date
1910-04-01
Page
329 (sequence 5)
Language
German
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Korrespondenzen. 339 einanberfailen, sobald von jüdischer Seite nur gedroht wird, weil in den meisten.Deutschen die Furcht vor dem Einflüsse des jüdischen 'Geldsacks viel stärker ausgeprägt ist, als die Achtung vor ausrechten deutschen Männern. Es ist die höchste Zeit, daß wir diese abstoßende Eigenschaft wieder ablegen, daß wir, .ohne haßerfüllte Hetzer zu werden (Hört! hört! Die Redaktion), alles Deutsche wieder mit einer beharrlichen Treue vertiefen und stärken, denn das Eine steht jedenfalls fest: mit derartigen jüdischen Dreistigkeiten bleiben wir verschont, sobald unsere Handlungen wieder nichts anderes als der Ausdruck eines charaktervollen deutschen Wesens werden!" — Uebrigens bekennt sich der Verband jetzt offen zu dem antisemitischen Programm, das er bisher, wo ihm das Feld nicht sicher schien, in die Tasche zu stecken pflegte. In der „Deutschen HandelswachL" vom 15. März finden sich folgende Ausführungen: „Der Central - Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hielt jüngst in Posen eine öffentliche Versammlung ab, in der ein Rechtsanwalt Di*. Holländer einen Vortrag hielt, in dem er nach den Berichte der „Posener Neuesten Nachrichten" (Nr. 3230/1910) scharfe Angriffe gegen den Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verband richtete, der „aus Angst vor der Macht des Judentums mit seinen antisemitischen Tendenzen zwar nicht offen hervortrete, sie aber praktisch in jeder Beziehung betätige. Kein jüdischer Chef sollte einen Handlungsgehilfen anstellen, der Mitglied dieses Verbandes sei. Boykottiert müßten auch 'alle diejenigen Geschäfte, Apotheken, Zahnärzte ufw. werden, die öffentlich nur christliche Gehilfen suchten". Wie man sieht, werden unsere jüdischen Mitbürger immer dreister. Nun wollen sie es sogar einem deutschen Kaufmanne verbieten, nur deutsche Handlungsgehilfen zu suchen, und einem christlich gesinnten Prinzipale es unmöglich machen, durch eine entsprechende Anzeige in den Tageszeitungen einen ebenso gesinnten Handlungsgehilfen ausfindig zu machen. D a uns der jüdische Central-Vereinimmer wieder aufs Neue zwingt, zur Judenfrage Stellung zu nehmen, so erklären wir ihm heute, daß nach unserer Meinung die M a ch t g e l ü st e des Juden - tu m s schon weit über das erträgliche Maß hinaus gehen. Wir können ihnen nicht besser entgegentreten,

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