Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1910)
- Article
- Berlin
- Date
- 1910-02-01
- Page
- 96 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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% Im deutschen Reich. gehoben. Nicht als ob es möglich wäre, in einigen Sätzen einen genaueren Ueberblick über den Inhalt zu geben. Nur einige bedeutende Gesichtspunkte können aufgeführt werden. Liegt erst das Ganze gedruckt vor — Sornbart hat ein Buch und die „Neue Rundschau" eine Artikelserie des Autors angekündigt — erst dann können und werden sich unsere Randbemerkungen zu einem kritischen Essay verdichten. Sombarts Ausgang bildet die Verlegung des Mittelpunktes weltwirtschaftlicher Betriebsamkeit von den Italienern, Spaniern und Portugiesen zu den Holländern und Engländern in der -beginnenden Neuzeit, sowie die Einbeziehung der Kolonien in die Weltwirtschaft. Die Hebung der nordwestlichen Europäer ist durch die Einwanderung der Juden zu erklären, welche von den Südländern vertrieben waren. Daher die erste Erscheinung der Veränderung der Weltwirtschaftszentrale. Ferner: Amerika ist ein Judenland. An seiner Entdeckung und an seinem wirtschaftlichen Ausbau waren Juden in hervorragendster Weise tätig. So wurden sie wirtschaftlich stark und konnten wichtige Funktionen übernehmen. Der moderne Staat gründet sich im Gegensatz zum mittelalterlichen Feudalstaat auf die Geld- und Verkehrswirtschaft. Deren Träger waren allenthalben Juden. Infolgedessen ist die Begründung des modernen Staates ohne die Juden nicht denkbar. Der Grund für diese Erscheinungen liegt in dem historisch gewordenen Geldreichtum der Juden, der objektiv nachweisbar ist. Den Grund hierfür wiederum bilden zwei den.Juden eigene Eigenschaften, die diesen Reichtum notwendig zur Folge hatten: die Vereinigung von Unternehmer- und Händlertalent in einer Person. Was sagen will: der Jude kann nicht allein die Elemente der Produktion, Natur, Kapital, Arbeit, Geist und Staatsmacht zu der Entstehung neuer Produkte in talentvoller Weise führen, sondern er versteht sich auch auf den Markt und sichert die Absatzmöglichkeiten. So fällt der Schöpfer des Produktes mit dem Verbreiter zusammen, der doppelte Nutzen beider Funktionen, trifft die Wirtschaftseinheit. Doppeltes Gold füllt darum des Juden Tasche. Und der Grund für diese Bereinigung wirtschaftlicher Funktionen bildet als Urstoff eine „dem Juden angeborene Zweckbedachtheit", das ist die Naturanlage, welche einen Menschen zum praktischen macht, zu einem, „der in die Welt hineinpaßt". Warum ist der Jude von Anfang an zweck-