Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 11 (November 1909)
- Article
- Berlin
- Date
- 1909-11-01
- Page
- 647 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2316602-2316779-2316789-2342390--19681-2342472- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Korrespondenzen. 647 in Frankfurt a. M. herausgegeben. Der Verfasser ist Vorsitzender des Vereins für Kleingartenbau. Die Schrift soll der Verbreitung von Schulgärten dienen, mit denen nicht nur botanische Lehrzwecke verbunden find, sondern in denen den Kindern im schulpflichtigen Alter Kenntnisse im Obst- und Gemüsebau vermittelt werden. Die vorliegende Schrift schildert bestehende Mustereinrichtungen und gibt Anleitungen, wie ein Schulgarten einzurichten und zu bewirtschaften ist. Die Simonsche Stiftung hat in der kurzen Zeit die Gründung einer größeren Anzahl solcher Schulgärten an jüdischen Lehrerseminaren, Internaten, Schulen, Erziehungsanstalten der verschiedensten Art verwirklicht. Ueberall sind damit gute Erfahrungen gemacht worden. Der gesamte Unterricht hat dadurch eine Bereicherung erfahren; die Kinder haben durch diese gesunde Beschäftigung mancherlei Nützliches gelernt und insbesondere, wo es sich um kleine Gemeinden handelt, hat der Schulgartenunterricht auch schon das Interesse der älteren Generation am Gartenbau vertieft. Jüdische Lehrer, die sich auch dieser Lehrbetätigung gewidmet haben, erhielten von der Simonschen Stiftung namhafte Subventionen, und einigen ist die Möglichkeit geboten worden, sich durch Teilnahme an besonderen Obst- und Gartenbaukursen die Fähigkeiten zur 'Erteilung des Schulgarten-Unterrichts anzueignen. Von der Verbreitung der vorliegenden Schrift ist auch eine Verbreitung der Schulgärten an jüdischen Schulen zu erhoffen, die von der Simonschen Stiftung mit Rat und Tat gefördertwird. Jüdische Lehrer oder Unterrichtsanstalten, die sich dafür interessieren, können die Schrift von der Simonschen Stiftung billig beziehen. Ihre Lektüre fei allen empfohlen, denen eine vielseitige Erziehung unserer Jugend am Herzen liegt. — Für den Verein ,..Jüdische Blindenanstalt für Deutschland" wurden gewählt zum 1. Vorsitzenden Augenarzt Dr. Wilh. Feilchenfeld, Charlottenburg, zum 2.. Fabrikbesitzer William Neumann, zum 1. Schriftführer Justizrat Louis Cohn, zum 2. Geh. Kommissionsrat Potsdammer, zum 1. Schatzmeister Bankier Fritz Wallach, zum 2. Kommerzienrat Gerson,Simon. Die Geschäftsstelle befindet sich jetzt in Berlin, Rosenstraße 2, im Verwaltungsgebäude der