Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 11 (November 1909)
- Article
- Berlin
- Date
- 1909-11-01
- Page
- 648 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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64S Iw deutschen Reich. jüdischen Gemeinde. In nächster Zeit wird das Heim für die Erziehung blinder jüdischer Kinder eröffnet werden, und sind diesbezügliche Aufnahmegesuche an die Geschäftsstelle zu richten. Beitrittserklärungen nehmen die Herren vom Vorstand und die Geschäftsstelle entgegen. - K. L. Aachen, 10. Oktober. Die hiesige Ortsgruppe des Central-Vereins hielt gestern im „Englischen Hof" eine von etwa 250 Personen besuchte Versammlung ab, in welcher der Syndikus des „Central-Vereins", Herr vr. L. Holländer, über „Die Pflicht des Tages" sprach. An einer Reihe von Beispielen aus der jüngsten Bereinstätigkeit entwickelte der Redner in anschaulicher Weise ein lebendiges, fesselndes Bild von dem Wesen, den Zielen und der Bedeutung des „Central- Vereins". Herr Eduard Meyer brachte in herzlichen Worten den Dank der Versammlung für den mit lebhaftein Beifall aufgenommenen Vortrag zum Ausdruck, besprach sodann die zurzeit hier schwebende Schächtfrage und betonte die Notwendigkeit der Neutralität zur Zentrumspartei in Aachen. Herr Generalagent Hirsch machte Vorschläge zur Bekämpfung des Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes. Nach kurzen Ausführungen der Herren H. Gottfeld und Rechtsanwalt Or. Löwen st ein und einem Schlußwort des Vortragenden fand dann die Versammlung ihren Abschluß, welche die Tendenzen des Central- Vereins in der hiesigen Gemeinde aufs neue gefestigt und ihm zahlreiche neue Mitglieder zugeführt hat. cf Dortmund, 10. Oktober. Die „Dortmunder Ztg." hebt hervor, daß unser Bereinsmitglied Herr S a l l y Flörsheim, dem kürzlich der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen wurde, sich um die Krankenpflege für alle Konfessionen durch jüdische Krankenschwestern und durch Begründung des Kinderheims in Sassendorf sehr verdient gemacht h^r. 9 Bremen, 6. Oktober. Am letzten Diskussionsabend des hiesigen Jugendbundes Kaiser Friedrich hielt Herr S. Zacharias ein Referat über den Deutschnationalen H a n d l u n g s g e h i l f e n - V e r b a n d und führte dabei etwa folgendes aus: Die jüdischen Jugendvereine sollten sich nicht nur der geistigen Fortbildung widmen, sondern es auch als ihre Pflicht erachten, auf das unheilvolle Wirken des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-