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Im deutschen Reich · 1909-11-01 · Heft 11 (November 1909) · p. 633

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 11 (November 1909)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1909-11-01
Page
633 (sequence 4)
Language
German
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Umschau. 633 liner Deutsch-konservativen Wahlvereins" sprach, suchte die Gemüter der Antisemiten durch eine Begrüßungsrede wieder zu ermutigen und behauptete dabei, „der antisemitische Gedanke sei einer der vernünftigsten politischen Gedanken überhaupt". Auf die Frage, weshalb der D. A. B. trotzdem in Berlin den Krebsgang ginge, antwortete er dann, „es sind bestimmte Fehler gemacht worden. Einer dieser Fehler war, daß man den Kultus der Person oft über den Kultus der Sache gestellt hat." Der Wunsch, mit dem er schloß, daß der Stern eines „maßvollen Antisemitismus" künftig dem „D. A. B." voranleuchten werde, damit er in abermals 25 Jahren ebenso dastehe wie seine Freunde an der blauen Donau, wird hoffentlich ebensowenig in Erfüllung gehen wie seine eigenen Hoffnungen auf ein Berliner Stadtverordneten-Mandat! Unverkennbar tragen sich die Konservativen, die seit den Verhandlungen über die Reichsfinanzreform sich nicht mehr sicher fühlen, mit der Hoffnung, durch die Propaganda für einen „maßvollen Antisemitismus" die entstandenen Lücken wieder auszufüllen. Wie sie dabei Vorgehen, zeigen nachstehende Sätze aus einer Erklärung des „Deutschen Bürgervereins des Berliner Norddistrikts": „Die bürgerlichen Demokraten und die Sozialdemokraten und mit ihnen die jüdische Presse, das sind unsere Feinde! Deren Feindschaft gereicht uns zur Ehre! Deshalb halten wir fest zur konservativen Partei und werben wir für unsere Partei." Noch deutlicher drückte sich der Abg. v. P a p p e n h e i m aus, der : die neue Cofuttg 6er konservativen Partei ausplauderte i „L iebe r mit dem Zentrum als m i t Juden und I u d e n g e n o s s e n." Dies geschah, als er gelegentlich der Bundesfahrt der ostfriesischen Mitglieder des Bundes der Landwirte nach Borkinn einer Einladung folgte, als Redner in der Stadt Norden aufzutreten, wo ihm der Abg. Diederich Hahn zur Seite stand; aber er wurde von dem Führer der Nationalliberalen in Norden, Medizinalrat Winter scharf znrechtgewiesen. Ein nationalliberaler Berichterstatter in Emden schrieb darauf an die „Köln. Ztg."i „Die Offenherzigkeit des Herrn

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