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Im deutschen Reich · 1909-11-01 · Heft 11 (November 1909) · p. 634

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 11 (November 1909)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1909-11-01
Page
634 (sequence 5)
Language
German
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634 Im deutschen Reich. v. Pappenheim, daß die Konservativen lieber mit dem Zentrum, als mit den „Juden und Judengenossen" gehen, wird man festzuhalten haben. Wie Ostfrieslands größere Wählermassen zum Antisemitismus stehen, hat ja das Ergebnis der letzten Reichstagswahl im ersten ostfriesischen Wahlkreis zur Genüge erwiesen. Es ist deshalb wohl keine gute Stunde gewesen, die Herrn v. Pappenheim diese Worte just in Ostfriesland in den Mund legte." Diese und manche andere ähnliche Erklärung von nationalliberaler Seite, die sich gegen den konservativ-klerikalen Block richtet, scheint im Zentrum große Mißstimmung erregt zu haben, da die sonst sehr maßvolle „Köln. Volkszeitung" für den Fall, daß die Nationalliberalen weiterhin den Einignngsbestrebungen aus der linken Seite Vorschub leisten, mit einem festen Zusammenschluß der Rechten, „von dem Zentrum abgesehen — der vier Parteien: Deutschkonservative Partei, Reichspartei, Wirtschaftliche Vereinigung (Deutschsoziale, Christlichsoziale und einige Vertreter des Bundes der Landwirte) und Reformpartei" drohte. Dadurch werden sich die angeblichen „Iud en g e n o s s e n", zu denen Herr v. Pappenheim öffentlich in Norden auch die Nationalliberaten gerechnet hat/ kaum ins Bockshorn jagen lassen, denn mit diesem Block hatten sie schon früher zu rechnen. Den Nationalliberalen dürfte es kaum noch möglich sein, mit Konservativen zu paktieren, die es über sich brachten, im Verein mit dem Zentrum und den Polen den Fürsten Bülow zu stürzen, ebensowenig mit den Mitgliedern der „Wirtschaftlichen V e r e i n i gu n g", in der jene Christlichsozialen eine Rolle spielen, die ihnen vorwerfen, durch die Kandidatur des Berghauptmanns Vogel den Liz. Mumm um das Mandat im Siegener Wahlkreise gebracht zu haben, auf das er als Kronprinz Stöckers ein Erbrecht zu haben glaubte. Auf dem am 27. September in Darmstadt abgehaltenen christlichsozialeir Parteitag wurde übrigens den Nationalliberalen vorgeworfen, bei der Wahlagitation im Siegener Kreise nach amerikanischem Muster gearbeitet zu haben. Außerdem war angeregt, in das Parteiprogramm „berechtigte Parteipunkte der Deutsch-Sozialen

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