Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1909)
- Article
- Theorie und Praxis bei dem Vorsitzenden des deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes
- Date
- 1909-10-01
- Page
- 563 (sequence 7)
- Language
- German
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Theorie und Praxis usw. 563 uaijfancc lachte, die aber unser christlich-germanisches Zeitalter bitter ernst nimmst ein Seitenstück. Und Herr Schack war einer, der die deutsche Sitte, die Ehe als unantastbares Sakrament pries." Der Versuch Schacks, in der „Triole-Affäre" durch eine Zuschrift an die ihm die Stange haltende „Staatsbürger- Zeitung" Beweise seiner Unschuld zu bringen, dürfte seine Lage nur verschlimmert haben. Er schreibt darin u. a.: „Für meine erkrankte Frau, die nicht nur körperlich, sondern infolge meiner beständigen Abwesenheit von Hamburg geistig an S ch w e r m u t s a n f ä l l e n leidest suchte ich vor einiger Zeit in ihrem Aufträge und mit ihrem Einverständnis eine geeignete Pflegerin und Gesellschafterin, die unter den gegebenen Umständen in einem anderen als dem sonst allgemein üblichen Dienstverhältnis stehen sollte. Beim Schreiben der in Betracht kommenden Briefe ist mir ein Ausdruck unterlaufen, der, wie ich zugebe, mißverständlich aufgefaßt werden kann. Die völlige Haltlosigkeit der daran geknüpften Kombinationen ergibt sich aus der einfachen Tatsache, daß der in Rede stehende Brief vor der Absendung von meiner eigene n Frau gelesen und von ihr gebilligt worden ist. Wer mir überhaupt Handlungen zutraut, die mit den öffentlich von mir vertretenen Grundsätzen in Widerspruch stehen, dem werde ich kaum eine andere Meinung beibringen können, es sei denn durch eine ausführliche Schilderung des zwischen meiner Frau und mir bestehenden glücklichen Verhältnisses. Bisher hat aber der politische Kampf vor der Familie überall achtungsvoll Halt gemacht, und auch ich kann der Majestät Oeffentli ch k e it nicht das Recht zu g esteh en, bis in die Räume meiner kranken Frau e i n z u d r i n g e n." Die richterlichen Behörden werden sich davon kaum abhalten lassen, weil es sich ergeben hast daß das Inserat im „Hamburger Fremdenblatt" nicht das einzige Triolen- Jnserat Schacks, sondern daß es sich nur um eine fortgesetzte Handlung in dieser Richtung handelt. In der Nr. 28 der Münchener „Jugend", einer von den Genossen Schacks als sittenlos verschrienen Zeitschrift, hat Herr Triole, Hbg. 36, eine „heitere, sinnenfrohe, gebildete junge Dame als