Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- Berlin
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 511 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2316602-2316779-2316787-2342061--19422-2342166- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Korrespondenzen. 511 Aber er hat ihn wacker mit vorbereitet. Es ist dabei, wie auf anderen Gebieten, so auch hier, die Idee, die er verfochten hat. Voran leuchtet er denen, die noch Sinn haben für Recht und Gerechtigkeit. Die deutschen Inden, die nichts wollen, als ihr Recht — kein Vorrecht, nur ihr Menschenrecht — sie werden nimmer eines Mannes wie Theodor Barth vergessen. Wenn man sein Wirken in seiner Gesamtheit betrachtet, so wird sicherlich die Spur von seinen Erdentagen, aber auch das dankbare Gedenken einer befreiten Menschheit an ihn nicht in Aeonen untergehn/' — Die zu der diesjährigen dritten Hauptversammlung des „V e r b a n d e s der d e u L s ch e n I u d e ix", die am 17. Oktober in Breslau stattfindet, dort eintrefsenden Delegierten der Gemeinden und der wichtigsten jüdischen Verbände und Vereine im deutschen Reich Werden Gäste der Jüdischen Gemeinde in Breslau sein, die bereits Vorbereitungen für deren Aufnahme trifft. — Am 16. Oktober soll ein Empfang und eine Vorbesprechung im Breslauer Freundesaal stattfinden. Aus der Hauptversammlung, die öffentlich im großen (für ca. 1800 Personen eingerichteten) Saal des Konzerthauses tagen wird, werden folgende Vortrüge gehalten werden: von Herrn Rabbiner Dr. Guttmann, Breslau: „Die Idee der Versöhnung im Judentum"; von Herrn Justizrat Breslauer, Berlin: „Die Abwanderung der Juden aus der Provinz Posen"; von Herrn: Abg. Justizrat Wolfs, Lissa: „Die Juden der Ostmarken; was haben sie dem preußischen Staate und was hat er ihnen geleistet?" Die vorige Hauptversammlung tagte 1907 in Frankfurt a. M. im Saalbau und war von über 2000 Personen (darunter auch offiziellen Vertretern der Regierungs- und Staatsbehörden) besucht. — Wie verlautet, beschäftigt sich die Regierung mit der Erfüllung des Wunsches der jüdischen Religionsgemeinden, daß der Staat größere Summen als bisher zu ihrer Unterstützung bereitstellen solle. Da die im Etat dafür festgesetzte Summe von 10 000 Mark im Hinblick auf die hohen jüdischen Gemeindesteuern als zu geringfügig betrachtet werden muß, hat sich die Regierung bereit erklärt, einer Prüfung der Frage näher zu treten. An maßgebender Stelle ist der Eindruck vorhanden, daß die betreffenden Wünsche der Berechtigung nicht entbehren. Es kann aus wem Grunde