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Im deutschen Reich · 1909-06-01 · Heft 6 (Juni 1909) · p. 366

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 6 (Juni 1909)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1909-06-01
Page
366 (sequence 6)
Language
German
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366 Im deutschen Reich. b ine aus und CH amb er l ains. Er geht aber über diebeiden R a ss en LH e o r e tik e r noch hinaus und sieht nur die Germanen in ethnologischem Sinne des Wortes als die Herrscherrasse an, die Hlonöen Langschädel,!die sich im Gegensatz zu den Dickschädeln als Herrscher charakterisieren. Von diesem Standpunkt aus kritisierte er nun die ganze innere und auswärtige Politik. Er kommt zu dem Ergebnis, daß die Politik des Deutschen Reiches nach außen und innen in der letzten Zeit ganz miserabel gewesen ist, ganz negativ. Bezüglich der inneren Politik ist es interessant, unter welchen Gesichtspunkten er die Partei des Herrn Pfeiffer betrachtet, der ihn so lebhaft in Schutz genommen hat. Er erklärt, „daß die Zentrumspartei sich kennzeichnet als eine mittels geistiger Inzucht gefestigte und bislang jedem geistigen Fortschritt feindliche Tradition, deren Ziel darauf hinausgeht, eine von oben aus geleitete und über alle Länder des Erdballes sich erstreckende Universaltheokratie zu errichten." (Hört, hört!) „Wenn sie sich zeitweilig," so heißt es weiter, „den nationalen Traditionen eines Volkes anzupassen scheine, so ist diese Anpassung eine mimetische." In Klammern fügt er die Erklärung hinzu: „heuchlerische". Ich halte es für bedauerlich, wenn man einer gegnerischen Partei nationale Gesinnung abspricht." — Die Abfuhr, die Prof. v. Liszt derartig dem Prof. Kuhlenbeck hat zuteil werden lassen, den die Antisemiten als ihren Heros betrachten, weil er auf dem Wormser Verbandstage des Alldeutschen Verbandes in der Pfingstwoche in einem Vortrage über „politische Gr:gel>nisse 6er Rassenforschung'' das Wort „D as Ev an g elium der Rass e".geprägt hat, versetzt die „Deutsch-sozialen Blätter" geradezu in Raserei, so daß sie von dem einer alten katholischen Familie entstammenden Urarier Liszt schleunigst als von dem „Juden Liszt" spricht. Kuhlenbeck selbst oder seine guten Freunde haben bekanntlich auch den von ihm so unkollegial behandelten Professor Herzen in Lausanne, Lessen Beschwerden die Entfernung des Rassenfanatikers von der dortigen Universität

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