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Im deutschen Reich · 1909-03-01 · Heft 3-4 (März 1909) · p. 259

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 3-4 (März 1909)
Article
Stenographischer Bericht über die ordentliche Mitgliederversammlung
Date
1909-03-01
Page
259 (sequence 37)
Language
German
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Ordentliche Mitglied er-Versammlung ^Antrag Schemel). 259 es muß mir gestattet sein, an dieser Stelle ganz objektiv die Frage aufzuwerfen, ob es so ganz sachlich und ruhig gehandelt gewesen ist, als der bekannte L. H. in der Zeitschrift „Im deutschen Reich" einen Artikel zeichnete, in welchem diejenigen, die bis jetzt der Unwahrheit hier noch nicht überführt worden sind, einfach der Lüge beschuldigt wurden. Ich bin bereit, die Nummer vorzulegen. Meine verehrten Anwesenden, wir können uns ja eventuell bei Philippi Wiedersehen (Große Unruhe), also lassen Sie mich hier ausreden. (Zuruf: Nicht so breit!) Meinetwegen ist meine Rede breit, aber hören Sie mich an, sonst werden Sie gezwungen, meine Rede anderswo anzuhören. (Erneute stürmische Unterbrechungen.) Vorsitzender: Die Redezeit ist längst überschritten, ich frage die Versammlung, ob sie wünscht, daß der Redner weiterspricht. (Stürmische Rufe: Nein, nein!) Auf die Art kommen wir nicht weiter. Ich bitte zunächst jeden, ruhig zu sein, und bitte diejenigen, die dafür sind, daß der Redner noch weiterspricht, die Hand zu -erheben. Das ist die Minderheit. — Der Redner bittet darum, ihn noch zwei Minuten anzuhören. (Wiederholte Rufe: Nein, nein!) Ich bitte abzustimmen, ob der Redner noch zwei Minuten sprechen darf. — (Geschieht.) — Die zwei Minuten sind bewilligt. Herr Edmund Lichten st ein: Also, meine Damen und Herren, wir sind ja Fleisch von Ihrem Fleisch, wir wollen, wie Herr Dr. Cohn gesagt hat, nur das beste. Wenn wir glauben, einen anderen Weg gehen zu müssen, so müssen Sie doch auch unsere Ansicht ehren. Herr Or. Lövinson hat hier erklärt, er fühle sich nicht schuldig. Ich meine, schuldig in dem Sinne eines großen Verbrechens haben wir ihn auch nicht gehalten, aber wir haben die Ansicht vertreten, er hat einen großen, die Gesamtheit schädigenden Fehler gemacht. (Lebhafter Widerspruch.) Dieser Ansicht sind wir, und nun wäre es doch korrekt gewesen, einfach zu sagen: Gut, ich habe einen Fehler gemacht, das kommt nicht wieder vor. So allein kann man vorwärts kommen, und nur so kommen Sie aus dieser Sackgasse heraus. Wenn Sie in der Sackgasse bleiben und nicht zu einem Beschluß kommen, der die Stimmung, die nicht nur hier, sondern auch draußen herrscht, wiedergibt,

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