Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1909)
- Article
- Stenographischer Bericht über die zweite Delegierten-Versammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (21. Februar 1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- 162 (sequence 34)
- Language
- German
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162 Im deutschen Reich. trag auf en dlooAnnahme gestellt wird, damit die Seeschlange nicht dort wieder auftaucht. (Heiterkeit.) Nunmehr Litte ich Sie, vor der Pause noch das Referat über die Frauenfrage anzuhören. Ich hatte Ihnen zwar versprochen, in zwei Stunden sollten Sie sich über den Fall Mugdan aussprechen, ich Litte Sie aber, diese Frist noch um eine Stunde zu verlängern. (Zustimmung.) Die Kroxagcrnöa nutet den Frauen. Reserentin Frau Minna Schwarz: Hochgeehrte Versammlung! Mit aufrichtiger und herzlicher Freude ist wohl von allen deutschen Frauen die neue Gesetzgebung begrüßt worden, die den Frauen die aktive Tätigkeit am politischen Vereinsleben gestattet. Mit regstem Interesse haben wir bisher, wenn auch nur passiv, an den Bestrebungen des Central-Vereins teilgenommen, der auf seine Fahne vor allem „Verteidigung der angegriffenen jüdischen Ehre" geschrieben, die auch bei allen vornehm denkenden jüdischen Frauen als heiligstes Gut hochgehalten wird. Unsere Wünsche, uns in den Dienst der Bestrebungen des Central-Vereins stellen zu dürfen, realisieren sich jetzt, da wir die Berechtigung dazu haben, gemeinsam Hand in Hand mit den Männern an der großen Aufgabe, die sie sich gestellt, Mitarbeiten zu können. Unserer Tätigkeit ist ein großes Feld gegeben; an uns wird es liegen, ob wir die rechten Früchte zu ernten imstande sind. Vor allem wird es unsere Aufgabe sein, die Begeisterung für die gute Sache unter unseren Mitschwestern zu wecken und gleichzeitig zu beweisen, daß wir den hohen Anforderungen, die an uns gestellt werden, gewachsen und würdig sind, Seite an Seite mit den Männern für die Verwirklichung der edlen Ziele zu kämpfen. — Mir ist die hohe Ehre des Referats für den heutigen Tag zuteil geworden. Ich will mich bemühen, ein Programm für die Mitarbeit der Frauen aufzustellen, wie es meinem Geiste vorschwebt. Durch den Aufruf, der vor wenigen Monaten die Frauen zur Mitarbeit gerufen, ist ein erheblicher Teil hiesiger jüdischer Frauen und Mädchen geworben worden. Nach meiner Erfahrung dürfte jedoch die beste Propaganda zur Gewinnung von Mitgliedern die von Mund zu Ohr sein. Es konnnt darauf an, den wahren Geist sozialen und