Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1909)
- Article
- Stenographischer Bericht über die zweite Delegierten-Versammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (21. Februar 1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- 161 (sequence 33)
- Language
- German
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Delegierten-Versammlung (Satzungsentwurf). 161 Referent Rechtsanwalt Wreschner: Eine sachliche i-lenderung des A 1 ist im Laufe der vielfachen Beratungen r-on keiner Seite beantragt worden, nur eine redaktionelle Blenderung. Wir waren alle im Vorstand einig darüber, daß es vermieden werden müsse, den Anschein zu erwecken, als ob eine Aenderung des Vereinszweckes beabsichtigt sei, und dieser Lindruck würde jetzt, wo der Fall Mugdan die Gemüter so beschäftigt, zweifellos hervorgerufen werden, wenn auch die harmloseste Aenderung des § 1 vorgenommen würde. Ich bitte daher, den Antrag abzulehnen. Professor vr. Carl Lewin: Ich möchte darauf Hinweisen, daß das, was der Breslauer Antrag will, im Z 2 ausgedrückt ist. (Widerspruch des Herrn Hirschberg.) Es genügt jedenfalls diese Fassung. Der Antrag Hirschberg wird hierauf ab gelehnt. Ein neu eingehender Antrag von Or. Walter Frankel, wonach jedes Mitglied einer Ortsgruppe angehören muß, wird als erledigt erklärt durch die vorher erfolgte Ablehnung eines ähnlichen Antrages von Berlin N und NO. Herr J.-R. Nürnb er g- Lissa begründet einen Antrag, wonach die Mitglieder der Ortsgruppe das Recht haben sollen, der Hauptversammlung als Zuhörer beizuwohnen. Mit der Annahme dieses Antrages fördern Sie das Interesse unserer , Mitglieder am Central-Verein, für das wir alle arbeiten. (Bravo!) Vorsitzender: Dieser Antrag hört sich sehr harmlos au, ist es aber nicht. Einmal wird er aus Raumgründen nicht immer durchführbar sein, und dann ist doch die Delegiertenversammlung gerade zu dem Zweck geschaffen, damit man sich auch einmal im engeren geschlossenen Kreise über viele Dinge aussprechen kann. Es kann sich also nur um die Anregung handeln, daß der Vorstand Mitgliedern des Central-Vereins die Anwesenheit gestatten kann, soweit es oer Raum und die Sache zuläßt. Ich bitte Sie also, das dem diskretionären Ermessen des Vorstandes zu überlassen. Zustimmung des Antragstellers.) Damit sind die Statuten unter Dach und Fach gebracht. Lebhafter Beifall.) Allerdings müssen sie noch in der morgigen Generalversammlung angenommen werden. Ich hoffe daher, daß morgen aus den Kreisen der Mitglieder der Air-