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Im deutschen Reich · 1909-03-01 · Heft 3-4 (März 1909) · p. 151

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 3-4 (März 1909)
Article
Stenographischer Bericht über die zweite Delegierten-Versammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (21. Februar 1909)
Date
1909-03-01
Page
151 (sequence 23)
Language
German
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DelegierLen-Versamrnlung (Satzungs entwarf). 151 einen Abgeordneten, jedoch im Ganzen nicht mehr als drei Abgeordnete zu ernennen. Das Ergebnis würde sich hiernach nach der mir vorliegenden. Zusammenstellung Wohl so stellen, daß zehn Abgeordnete von den Provinzial- und Landesverbänden, 21 von Berlin und Vororten, 56 von den auswärtigen Ortsgruppen — elf Ortsgruppen mit weniger als 50 Mitgliedern würden hierdurch ausgeschaltet sein — zu wählen wären, so daß im Ganzen 87 Abgeordnete gewählt würden. Dazu treten dann die Vorstandsmitglieder und diejenigen Personen, die der Vorstand eventuell auf Grund der ihm durch § 12 Satz 4 und 5 einzuräumenden Befugnis einberufen kann. Der Vorsitzende: Damit wir schrittweise vorwärtskommen, bin ich dafür, daß wir jetzt erst über eine Prinzipienfrage diskutieren (Zustimmung), und zwar über die Frage: Soll die Mitgliederversammlung ersetzt werden durch eine Delegiertenversammlung, mit der Unterfrage: Soll die Delegiertenverfammlung total an die Stelle der Mitgliederversammlung treten — Entwurf des Vorstandes — oder soll sie neben die Mitgliederversammlung treten — Frankfurter Entwurf. Zur Orientierung zwei Worte. Undenkbar ist, daß es so bleibt wie bisher. (Sehr richtig!) 23 000 Mitglieder können nicht dadurch, daß sie in die „Gesellschaft der Freunde" eingeladen werden und daß da 500 Mitglieder erscheinen, Beschlüsse fassen, die für die Zukunft des Vereins von wesentlicher Bedeutung sind. Wir müssen neben dieser Generalversammlung einen Senat, eine erste Kammer haben, das wird die Delegiertenversammlung fein. Sie sind alle, soweit ich sehe, darüber einig, die Delegiertenversammlung soll geschaffen werden, und ich bitte jetzt, dazu das Wort zu nehmen, ob diese Delegiertenversammlung völlig an die Stelle der Mitgliederversammlung treten soll oder neben sie. Ich bitte einen der Frankfurter Herren, zunächst den Frankfurter Antrag zu begründen. Herr R.-A. Or. R. Geiger-Frankfurt a. M.: Darüber, daß wir ohne eine Delegiertenversammlung, wie sie heute hier tagt und vor zwei Jahren zusammen war, auch für die Folgezeit nicht auskommen können, sind wir wohl alle einig. Die Frage ist: soll daneben die Mitgliederversammlung verschwinden? Es ist gewiß zuzugeben, daß schließlich die Mitgliederversammlung,

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