Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1909)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1909-02-01
- Page
- 113 (sequence 5)
- Language
- German
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Bereinsnachrichren. 113 gebracht werbe. Die beiden anwesenden Vertreter des Central- Vereinsvorstandes, Herr Sanitätsrat I)r. Wies ent hat und Herr Rechtsanwalt Wreschuer, versprachen, diese Anregung auf die Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung zu bringen. Herr Sanitätsrat Dr. Wiesenthal knüpfte an das Thema des Vortrages den Hinweis darauf, wie dringend nötig es sei, mit vereinten Kräften für die Ideale „Religion, Ehre und Vaterlandsliebe" im Verein und außerhalb desselben entschlossen einzustehen und sich auch politisch zu betätigen. Die Jugend, die jetzt von ähnlichen Kränkungen wie die Sandenschen Aeußerungen besonders tief verletzt werde, wird bessere. Zeiten erleben, wann unsere Glaubensgenossen sich mib uns treu bleiben! Herr Max Saling er brachte dann den Wunsch zürn Ausdruck, die Mugdan-Affäre durch eine offene Sprache zur Klärung zu bringen, wogegen Herr Louis Kohnke beantragte, die Besprechung dieser Sache der nächsten Generalversammlung vorzubehalten. Nach kurzer Debatte wurde dieser Antrag zurückgezogen und eine von Herrn Sanitätsrat D.r W i e s e n t h a I gegebene ausführliche Darlegung des Sachverhalts, insbesondere des Verhaltens des Vorstandes und des Herrn Justizrat Dr. Lövinson, mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Da im weiteren Verlaufe der Debatte Herr Kohnke sich veranlaßt fühlte, seinen Antrag in der Fassung zu erneuern, die Debatte an diesem Abend nicht weiter fortzusetzen und die Versammlung damit einverstanden war, wurde die Mugdan-Affäre nicht weiter berührt, aber ein von.Frau Kunz an die anwesenden Damen gerichteter herzlicher Appell zur tätigen Mitarbeit im und für den Central-Berein lehr beifällig ausgenommen und dann die Versammlung, durch die der Verein wieder eine Anzahl neuer Mitglieder gewonnen hat, in üblicher Weise geschlossen. A. L. — Nach langen schweren Leiden ist in Charlottenburg am 30. Dezember v. I. im Alter von fast 78 Jahren der Stadtrat a. D. Rudolf Jsaae gestorben, der an demselben Tage vor zehn Jahren sich als Mitglied unserm Verein anschloß und diesen: bis zuletzt die Treue bewahrte. Der Dahingeschiedenc hat in: Jahre 1869 in Charlottenburg das ,,Jntelligenzblatt" und 1871 die „Neue Zeit" begründet, jahrzehntelang für den Liberalismus gewirkt und sich in frei-