Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1909)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- 28 (sequence 7)
- Language
- German
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Zm deutschen Nerch. eine gesellschaftliche und namentlich auch lvirtschastliche Absonderung von den anderen Klassen ich denke hier auch an Beamrentonsumvereine - mit verschuldet, wenn eine ge wisse Gegnerschaft in anderen Kreisen gegen ihn besteht. Ein K a st e n g e i ft , e i u K a st e n d ü n f e 1 herrscht in .manchen Kreisen der Beamten, der gerade in einer Zeit doppelt zu bedauern ist, wo wir Beamte von unserem Bolke eine gewaltige Mehrlaft verlangen. Je mehr das beseitigt wird, je mehr beim Beamten das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit des ganzen Volkes, des Aufeinanderangewresenseins der Stünde zirm Durchbruch kommt, desto leichter werden auch die anderen Stände voll der Notwendigkeit der Besold an gsres orm 'überzeugt werden. Und mit diesen Gedanken und Grundsätzen hoffen wir zu einer gute u, g e s n nden.Be a in t e n p o i i t i k z n k o m m e n." - - Das ist tatsächlich eine unabweisbare Forderung, weil die in den letzten Jahrzehnten erfolgte Verstaatlichung vieler Betriebe die Zahl der vom Staate abhängigen, oder durch diesen in ihrer Existenz gesicherten Be amten bedeutend vermehrt hat, aber diese Sicherung doch wesentlich von den staatlichen Einnahmequellen abhüngt, zu welchen die Erträgnisse des freien Unternehmungsgeistes sehr viel beitragen müssen. Je größer die dafür zu bringenden Opfer sich gestalten und je schwerer sie auf den hart ums Dasein kämpfenden Gewerbetreibenden lasten, zu denen die von dem Beamtenstand in Deuts chland mit Unrecht nahezu ausgeschlossenen Juden vorwiegend gehören, desto mehr Entgegenkommen sollten die Beamten besonders den Ständen zeigen, die sich ihre Existenzbedingungen täglich ohne Staatshilfe erkämpfen müssen. Auch hierin sollte „Europa, das alte" von der „Neuen Welt" lernen; auch hierin meistert der Präsident der nordamerikanischen Union, Roosevett, unsere Staatsmänner, die sich hoffentlich nicht für alle Zeit auf den Professoren-Austausch mit. Amerika beschränken, sondern sich auch aneignen werden, was Roosevelt selbst in einem am 9. November 1908 im New Dort Herald veröffentlichten Schreiben alle gelehrt hat: „In meinem Kabinett sitzen zurzeit Katholiken und Protestanten, C h r i ft e n u n d Juden, und jede r v o n t h n en w u r b c e r. n a n n t, w eil e r n a ch m eine nt D a f it r h a l t e n } i ch b c s o n d e r s f ü r d e n P o st e n e i g n e t c, f ü r d e w t ch