Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1908)
- Article
- Die Delegiertenversammlung des Landesausschusses für Rheinland und Westfalen
- Date
- 1908-12-01
- Page
- 685 (sequence 6)
- Language
- German
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Die Delegierendersammlung des Landesausschusses usw. 68) vereine eine starke finanzielle Unterstützung notwendig machen werde, da eine eigene Bibliothek und ein eigenes Heim Vorbedingungen für eine Entwicklung der Jugendvereine seien. Es beteiligten sich dann noch an der Diskussion die Herren Rechtsanwalt S a u l - D u i s b u r g, D. Kleestadt- G e l s e n k i r ch e n, Rechtsanwalt Dr. Herrmanns - Bo n n und Herr Rechtsanwalt H e r z f e l d - E s s e n , der anregte, die Zeitschrift des Central-Vereins den einzelnen Mitgliedern der Jugendvereine unentgeltlich zuzustellen. Die weiteren Erörterungen bezogen sich im wesentlichen aus die innere und äußere Propaganda. Namentlich wurde über eine in Duisburg zu veranstaltende Versammlung gesprochen, die bisher trotz wiederholter Initiative des Landesausschusses nicht zu bewerkstelligen war. Herr Rechtsanwalt S a u l - D ui s b u r g erklärte, daß es nicht an ihm und seinen engeren Freunden liege, daß die Duisburger Versammlung unterblieben sei. Einzelne einflußreiche Kreise hätten aber die Versammlung nicht für opportun gehalten, und der Widerstand dieser Kreise sei bisher nicht zu überwinden gewesen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der widerstrebenden Elemente habe man von einer Versammlung bisher abgesehen. Herr Rechtsanwalt Dr. Brodnitz erwiderte darauf, daß man ähnliche Erfahrungen schon mehrfach gemacht habe und daß überall die trotz einer gewissen Abneigung veranstalteten Versammlungen unter Mitwirkung der zuerst ablehnenden .Kreise vollen Erfolg gebracht haben. Zu dem Thema „Propaganda" sprachen dann noch die Herren Rechtsanwalt Abel- Essen, Rechtsanwalt Dr. Hermanns-Bonn, Herrn tunt G o t t f e l d - A a ch en und Dr. Lichtenstein - N e u Wied, der eine energische Agitation am Mittelrhein versprach, die Herren Gans aus Barmen, Dr. Rubens- G e l s e n k i r ch e n, der über Kommunalpolitik und Preßbeeinflußung interessante Einzelheiten mitteilte, sowie die Herren Blank aus Witten und Katze n st e i n aus Steele. Schließlich regte Herr Rechtsanwalt A b e l - E s s e n an, daß die Centrale.außer der monatlich erscheinenden Zeitschrift eine Abwehrkorrespondenz zur Benutzung für die Presse herausgeben möge. Diese Abwehrkorrespondenz würde, durch die Vertrauensmänner wirksam unterstützt, an die Provinz- Presse zu verteilen sein.