Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 11 (November 1908)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1908-11-01
- Page
- 627 (sequence 6)
- Language
- German
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Urnictj-öü. b'27 Parjeien, aber uou jeher ist sie ein Haupt- und Kabinettstück der antisemitischen Agitation gewesen. Selbstverständlich war der leitende Gedanke der, mit einer Annoncenfreuer d a v ,v> u d e u t u m , alsde n angebliche n H a u p t - v e r 1 r e i er d e r „G r o ß m a ch t" P r e s s e, möglichst empsindlich finanziell zu treffen. Der Nebengedanke war der, durch eine solche Steuer d e r n o 11 e i fc e n b e n a n t i - s e m i1 i s ch e n P r esse i n d i r e £ t auf d i e Bein e z n h e lfen. Wenn die großen Blätter, die „Annoneenplan lagen", so kalkulierten. die Aniisemcken, Sausende und Hunderttaufende für die Inserate an den Staat abgeben müssen, so müssen sie ihr Abonnement erhöhen, und dann werden wir konkurrenzfähig/' Auch die gerade den gewerblichen Mittelstand schwer belastende Besteuerung von Elektrizität und Gas loird von den Dunkelmännern empfohlen, und von einer Seite, die die größten Kartoffeln baut, — regt man eine Weinsteuer an. Ueberall sind die leitenden Staatsmänner von Ratgebern umgeben, deren Parteirücksichten den Wert der Ratschläge nicht erhöhen und gerade das verhindern, was jeßt dringend nötig erscheint, daß nämlich den opferwilligsten ü reisen der deutschen Bevölkerung nicht nur immer neue Pflichten auferlegt, sondern auch Rechte zugestanden werden, auf die sie, auch ohne größere Opfer zu bringen, mit Fug ilnd Recht Anspruch haben. ' Soweit dabei die deutschen Juden in Frage kommen, laßt sich ohne lveiteres annehmen, daß die deutsche Reichsregierung keineswegs abgeneigt ist, dieser Verpflichtung nachzukommen. Vielmehr fehlt ihr nur der Mut auf eigenen Füßen zu stehen und sich nicht länger von Leuten, die ihr nur opfern, ivenn ihnen jeder Dienst auf Kosten anderer überreichlich vergolten wird, terrorisieren und sich durch den Popanz des „Umsturzes" oder der „Judenübermacht" von einer Sackgasse in die andere treiben zu lassen. Daß die Pseudo-Liberalen genau ebenso geschoben werden, wo sie zu schieben glauben, ist nicht eben erhebend und macht viele peinliche Wahrnehmungen erklärlich. Es läßt sich mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß, wenn die in anderer Beziehung freiheitlich gesinnten deutschen Professoren die AnriicLsetznng hex jnöifchen AiriversitäLsleheer