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Im deutschen Reich · 1908-09-01 · Heft 9 (September 1908) · p. 498

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 9 (September 1908)
Article
Verkehr mit Rußland
Date
1908-09-01
Page
498 (sequence 16)
Language
German
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498 Jrn deutschen Reich. wie in den verflossenen vier Jahren, weil die Verwaltung naturalisierte Bürger vor jeder Bedrückung behüten wollte, die ihnen in einem Lande begegnen könnte, wo die Verhältnisse noch so ungeordnet wie in Rußland sind. Schließlich wurde bei namentlicher Abstimmung mit ansehnlicher Mehrheit beschlossen, die Resolution auf den Tisch des Hauses legen zu lassen, oder — nach unserem parlamentarischen S-Prach'gebrauch — der Regierung als Material zu überweisen. Dieser Beschluß hat die demokratische Partei in ihren Anschauungen nicht wankend gemacht, wie die neuerdings von dem demokratischen Nationalkonvent in Amerika veröffentlichte Erklärung beweist, die wörtlich lautet: „Wir verpflichten uns, an dem rechtmäßigen und gerechten Schutze unserer Bürger daheim und in der 'Fremde festzuhalten, und alle geeigneten Wege zu gehen, ihnen — gleichgültig, ob sie eingeborene oder naturalisierte Bürger sind, ohne Unterschied von Rasse und Glauben — gleichmäßig den Schutz unserer Gesetze und den Genuß aller Rechte und Vorrechte zu sichern, die ihnen unter unserem Vertrage ofsenstehen, und wenn unter bestehenden Verträgen das Recht zu reisen und sich aufzuhalten amerikanischen Bürgern versagt wird, oder amerikanischen Pässen die Anerkennung seitens irgendwelcher Länder aus religiösen Gründen oder solchen der Rasse vorenthalten wird, dann werden wir für prompte Verhandlung mit den Regierungen solcher Mächte sein, um die Beseitigung derartiger Unterscheidungen in die Wege zu leiten. Wir verlangen, daß in der ganzen Welt ein richtig ausgefertigter Paß, den die amerikanische Regierung einem amerikanischen Bürger erteilt hat, den Beweis dafür erbringen soll, daß der Betreffende Amerikaner ist und daß ihm das Recht zusteht, dieser Eigenschaft entsprechend behandelt zu weroen." — Auch die republikanische Partei hat sich gedrungen gefühlt, ähnliche, wenn auch nicht so bestimmte Zusicherungen, zu erteilen. Beiden Parteien wird es willkommen sein, mit der d e u t s ch e n Reichsregierung über eine gemeinsame Aktion zur.Verhütung weiterer Verletzungen internationaler Rechtspflichten durch russische Polizeiverordnungen prompte Verh a n d l u n g e n einzuleiten.

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