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Im deutschen Reich · 1908-09-01 · Heft 9 (September 1908) · p. 491

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 9 (September 1908)
Article
Verkehr mit Rußland
Date
1908-09-01
Page
491 (sequence 9)
Language
German
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Verkehrmit Rußland. 491 ist das höchste, und dieser gegenüber muß das OrLsgesetz weichen. ... Wenn ein Vertrag ein Vorrecht für Fremde schafft, kann es nicht durch die Wirkung des Hausgesetzes begrenzt werden, ohne daß darin ein ernster Bruch der Treue erblickt wird, die den Verkehr zwischen den Völkern regelt. . . . Die Regierung der Bereinigten Staaten schließt ihre Verträge mit fremden Staaten zum Zwecke gleichen Schutzes für alle Klassen der amerikanischen Bürger." Dieses kräftige und patriotische Schreiben erfolgte kurz nach einer von dem Repräsentantenhause am 10. Juni 1879 gefaßten Resolution, in der gegen die unterschiedliche Behandlung amerikanischer Juden in Rußland Protest erhoben wurde. Einige Jahre später wurde dieser Gegenstand durch den Präsidenten Cleveland in seiner Jahresbotschaft vom 2. Dezember 1895 berührt und er hat seitdem fortwährend Anlaß zu einem großen Briefwechsel gegeben, auch dem Staatssekretär Hay, vielleicht dem größten unter allen unfern Staatssekretären der auswärtigen Angelegenheiten seit John Quincy Adams. Mr. Hay sagte am 17. Juli 1902 in seinem Schreiben an Mr. William Wilson, daß die Bereinigten Staaten „keine solche verschiedenartige Behandlung ihrer eigenen Bürger zulassen könnten, niemals damit einverstanden sein würden, daß ein fremder Staat aus eigener Machtvollkommenheit ein Religionszeugnis dazu benutzen könnte, einzelne amerikanische Bürger von den allen zukommenden Vergünstigungen auszuschließen." Der Kulminationspunkt bei allen diesen Verhandlungen wurde 1904 erreicht, als das Repräsentantenhaus die von mir erwähnte Resolution annahm, in der Präsident Roosevelt ersucht wurde, neue Verhandlungen zu dem Zweck anzuknüpfen, dem widerwärtigen Verfahren ein Ende zü machen. Diese Resolution ist der russischen Regierung durch den Gesandten Me. Cor nick übergeben worden; sein Schreiben bei der Uebergabe ist so klar, so kräftig und so mannhaft, daß ich nicht zögere, es als das amerikanischste in diesem ganzen Kapitel der Staatskunst zu bezeichnen. Mr. M c. Cor nick schrieb: „Diese Resolution gibt nicht nur den Empfindungen des Volkes, sondern auch einem Grundsatz, der bei der Be-

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