Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- Versammlung des Landesausschusses für Rheinland-Westfalen
- Date
- 1908-03-01
- Page
- 148 (sequence 3)
- Language
- German
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148 Im deutschen Reich. einigung badischer Israeliten, die, fast zu gleicher Zeit wie der Central-Verein begründet, dieselben Grundsätze im Kampfe gegen den Antisemitismus innerhalb der Landes grenzen des Großherzogtulns Baden als selbständiger Berein betätigt habe, sich an das große Ganze als ein wichtiges Glied angeschlossen und als badischer Landesverband des Central-Vereins konstituieren werde. An die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners schloß sich eine rege Diskussion. Die Herren Wahl-Barmen und Rechtsanwalt Dr. Feist-Elb e r - selb gaben der Meinung Ausdruck, daß der Central-Verein tunlichst politische Fragen unberührt lassen solle, insbesondere bei Wahlen vorsichtige Zurückhaltung üben müsse, während andere Redner, wie die Herren Rechtsanwalt Or. Herrmanns-Bonn, Rabbiner Or. Jacob-Dortmund, Jonas-Köln u. a. dem Vorstand die volle Billigung des von ihm eingenommenen Standpunktes allssprachen. Or. Lewh-Berlin klärte einige Mißverständnisse auf und stellte fest, daß grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten nicht zu Tage getreten seien. Bei dem folgenden Punkte der Tagesordnung: „B erat u n g u n d Be s ch l u ß f a s s u u g ü 6 c r U? e i t c r e P r o pagand a", rvar mau eiustiuiuiig der Ansicht, daß es kein besseres Mittel gebe, um die Ideen des Central-Verein^ zu propagieren, als die Anberaumung von jüdischen „Volks Versammlungen" in den einzelnen Gemeinden, wo unter stetiger Betonung unserer Ideen imseren Glaubensgenossen auseinander gesetzt würde, daß unser Berein nur dann etwas erreichen könne, wenn alle sich unter seiner Fahne znsammensänden. Weiter glaubte die Versammlung, daß durch Bildung von Jugendvöreinen der Zweck unseres Vereins aus das kräftigste gefördert und unterstützt würde: unsere Jugend zrl kenntnisreichen Indem mib Staatsbürgern heranzuziehen lind sie dadurch in den Stand zll setzen, überall, wo die Gelegenheit es erfordere, ihr Wissen und Können einzusetzen, lnüsse zu einer kraftvollem Weiterentwicklmlg unseres Vereins führen, und ihm zll Ansehen lind Macht unbedingt verhelfen. Insbesondere führte der Rabbiner der Dortmunder Gemeinde,. Herr O-r I a c o b, diesen Gedanken näher aus und legte dar, welche Schritte zur Erreichung des angestrebten