Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- Versammlung des Landesausschusses für Rheinland-Westfalen
- Date
- 1908-03-01
- Page
- 149 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316766-2316770-2339684--17503-2339763- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zum 25. Stiftungsfest des „Akademischen Vereins". 149 Zweckes geschehen müßten. Herr Dr. Lewy erklärte, daß die Frage der I u g e n d v e r e i n e, die Dr. Apfel-Eöln schon vor mehr als Jahresfrist angeregt habe, den Vorstand schon seit längerer Zeit beschäftigte, und vielleicht auf die Tagesordnung der nächsten Delegierten-Versammlung gesetzt werden würde. Nachdem dann noch allseitig betont worden war, daß inan durch Eintritt in die den Mitgliedern zugänglichen allgemeinen politischen und gemeinnützigen Vereine unseren christlichen Mitbürgern zeigen solle, daß auch die Juden denselben Anteil am Staat, seinem Bestände wtb seinem Wohlergehen hegen wie sie, unb nachdem noch andere Punkte, wie Ueberwachung der Presse, des Verbandes der deutschnationalen Handlungsgehilfen usw. berührt worden waren, wurde die folgende, von l)r. Herzfeld eingebrachte Resolution einstimmig angenommen: „Es ist dringend wünschenswert, daß das Problem der jüdischen Jugendorganisation von dem Vorstande des Central- Vereins eingehend geprüft unb für den nächsten allgemeinen Delegiertentag vorbereitet wird. Die Herren Dr. Apfel-Cöln und Rabbiner Dr. Jacob-Dortmund werden vom Landes^ ausschuß beauftragt, dem Centralvorstand ein eingehendes schriftliches Gutachten über diese Frage zu erstatten/' Es wurde beschlossen, die nächste Versammlung im Herbst 1908 in E s s e n abzuhalten. Dr. H o f s m a n n - Dortmund. * |um 25. Ktifturrgsfest 6e0 „AKctöemifchsn Wensins für jüötfcße Kefchichte unö Liter crtirr". dlnfangs der 80 er Jahre des vorigen Jahrhunderts hatte die. antisemitische Bewegung, die in den 70 er Jahren von der Oberfläche des deutschen Partei- und Gesellschaftslebens einigermaßen verschwunden war, ihre stärksten Erfolge. Bei politischen und kommunalen Wahlen, im gesellschaftlichen wie im gewerblichen Leben suchte sie die Juden aus ihren Stellungen zu verdrängen und in jeder Weise zu isolieren. Mit einem Fanatismus sondergleichen wurden diese Kümpfe