Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 11 (November 1907)
- Article
- Berlin
- Date
- 1907-11-01
- Page
- 647 (sequence 10)
- Language
- German
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Korrespondenzen. M7 schließlich der Bestimmung zu Gunsten der am SabbaLh geschlossen haltenden Geschäfte genehmigt hat, veranlaßt die antisemitische Redaktion des „Reiche zu der höhnischen Schlußbemerkung: „Damit wäre der SabbaLh ein gesetzlich anerkannter Feiertag geworden! Es ist erreicht!" Die „National-Zeitung" schreibt: „Der Prozeß, den Liebermann von Sonnenberg gegen den verantwortlichen Redakteur der verstossenen antisemitischen „Hess. Rundschau", die ihm die despektierliche Aeußerung in den Mund gelegt hatte, „Meine Schwülmer Bauern sind treu wie die Hunde, aber dreckig wie die Schweine", angestrengt hat, ist noch immer nicht erledigt, obwohl schon 11 Monate feit Erscheinen des Artikels verflossen sind. Die für den 2. d. Mts. angesetzte Versammlung hat aus nicht bekannt gewordenen Gründen wiederum vertagt werden müssen. Hier hakt nun der „Reichs-Herold", der sich ausdrücklich als ein Organ der Resormpartei ausgibt, ein, indem er schreibt: „Wir sind nun in der Lage, heute zu berichten, daß Herr Liebermann von Sonnenberg tatsächlich Äußerungen gemacht hat, die nicht nur seine hessischen Wähler, sondern den ganzen deutschen Bauernstand auf das schwerste beleidigten. Herr von Liebermann hat auf seinen Agitationsreisen nicht einmal, sondern wiederholt geäußert, daß die Bauern dumm seien. Wir übernehmen die Verantwortung für diese Behauptung und bitten Herrn von Lieberwann, das Erforderliche zu veranlassen." Einer so dringenden Aufforderung kann der Führer der deutschsozialen Partei unmöglich ausweichen." Aus den Ängsten Mitteilungen des Deutschen Bureaus der „Alliance israelite universelle“ erwähnen wir folgenden, aus Casablanca vom 26. September datierten Bericht: „Heute früh sind 150 Israeliten, die von der Gemeinde Mazagan freigekauft waren, durch unsere Vermittlung repatriiert worden. Sie kamen in beklagenswertem Zustand an. Wir haben ihnen die nötige Hilfe geleistet. Die von Herrn von Rothschild geschickten 20 000 Frs. sind in Händen des Kommandanten Mangin. 6—7000 Frs. sind für Matratzen, Decken und Kleider ausgegeben worden. Für den Rest schlägt Kommandant Mangin folgende Verwendung vor: Ankauf von Rohstoffen zur Herstellung von Leinewand für Kinder und Frauen. Israelitische Frauen sollen mit dem Weben und Zu sch neiden beschäftigt