Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 9 (September 1907)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1907-09-01
- Page
- 503 (sequence 9)
- Language
- German
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Umschau. 503 „Deutscher Kampf" veröffentlicht Johannes Gaulke einen ^Noch einmal die Judenfrage" überschriebenen Artikel, in dem er offenherzig sagt: „Unbestritten soll die Mitwirkung Israels an der Religion dtr arischen Völker bleiben. Das Christentum ist eine Tochterreligion der mosaischen Religion. Das jüdische Christentum hat ein Moment von ungeheurer Tragweite in die Kulturentwicklung Europas gebracht. Es hat den Völkern einen Teil der Eigenart geraubt und sie in unendliche Kämpfe um eine himmlische Etikettenfrage gestürzt. Herder, ein in dieser Beziehung wohl einwandfreier Schriftsteller, äußert sich in den „Briefen Zur Beförderung der Humanität" über den bösen Einfluß des Christentums auf das Volkstum: „Bei einigen Völkern verstümmelte es dergestalt ihren eigentlichen Charakter, daß keine anderthalb Lausend Jahre ihn haben zurechtbringen können. Wünschen wir nicht, daß z. B. der Geist der nordi chen Völker, der Deutschen, der Gallier, Slaven u. s. f. ungestört und rein aus sich selber hätte hervorgehen wögen?" Die Durchtränkung Europas mit asiatischem Geist zähle ich zu den Todsünden der Juden. Israel würde demnach eine Anstandspflicht erfüllen, wenn es an der Auflösung des jüdischen Christentums kräftig mitarbeitete. Erst wenn beide Religionsstifter, Moses wie Paulus, gründlich abgetan sind, kann es vielleicht Frieden auf Erden werden." — Eine solche „Anstandsp flicht" wird Israel, d h. doch wohl der überzeugungstreue Jude, nie anerkennen oder erfüllen; vielmehr wird es jederzeit beklagen, was einzelne zum Christentum übergetretene Juden nach dieser Richtung hin geleistet haben mögen oder noch leisten. Dringend wünschen wir aber, daß es vielmehr auf der anderen Seite von den dazu zunächst Berufenen als eine „Anstandspflicht" angesehen werde, die Auflösung des jüdischen Christentums dadurch Zu verhindern, daß sie endlich das Tischtuch zwischen sich und denen zerschneiden, die das Alte Testament bei jeder Gelegenheit verunglimpfen, es aus dem Volksunterricht verbannen, und die auch von der katholischen Kirche verehrten semitischen Patriarchen durch die zu deutschen Nationalheiligen gemachten sagenhaften Heidengötter Thor, Wotan und Baldur ersetzen möchten. Dieser „Anstandspflicht" kommen aber nur wenige Organe des Zentrums und selbst diese nur mit einer aus der Rücksicht auf