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Im deutschen Reich · 1907-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1907) · p. 434

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1907)
Article
Berlin
Date
1907-07-01
Page
434 (sequence 3)
Language
German
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434 Im deutschen Reich. und vorurteilsfreie Gesinnung Herrn v. Schmidt beseelt hat/ — Im Monat Mai d. Js. ist übrigens zum ersten Male in Preußen ein Jude zum Landgerichtsdirektor ernannt worden, der Oberlandesgerichtsrat Levi in Kalmar, der an das Landgericht Straßburg versetzt wurde. In Hamburg wurde schon vorher Dr. Hinrichsen zum Landgerichtsdirektor ernannt. Neuerdings ist Landgerichtsrat E. Grünebaum in Essen zum Oberlandesgerichtsrat in Hamm ernannt worden. In das Handels-Register ist am 26. Mai d. Js. Folgendes eingetragen worden: Nr. 4429. Freideutscher Verlag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sitz Berlin. Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe der Zeitung „Reichsherold", sowie die Herausgabe von Broschüren und wiffenschaftlichen Werken. Das Stammkapital beträgt 20 000 Mk. Geschäftsführer: Redakteur Hermann Ahlwardt in Berlin. Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschastsvertrag ist am 11. April 1907 festgestellt. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird dse Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Außerdem wird hierbei bekannt gemacht: Die Gesellschafterin, Frau Martha Ahlwardt, geborene Ehlke, in Berlin bringt in die Gesellschaft die ihr gehörigen fertigen Broschüren und Manuskripte zum festgesetzten Wert von 15 000 Mk. unter Anrechnung dieses Betrages auf ihre Stammeinlage ein. Dazu bemerken die bekannilich durch ihren Leitartikler vr. Äman selbst stark antisemitisch gefärbten „Leipziger Neuesten Nachrichten": „Mit den übrigen hoffentlich baren 5000 Mk. will der Tapfere die Kosten einer Zeitung bestreiten! Das Ganze soll ein Konkurrenzblatt gegen die Stöckerschen Preßunternehmungen werden, die Ahlwardt natürlich viel zu sanftmütig sind. Wenn jemand es fertig bringen konnte, den Antisemitismus lächerlich zu machen, so ist es Ahlwardt gewesen/ In der am 12. Juni stattgehabte.i Sitzung der städtischen Schuldeputation wurden mehrere Verfügungen des königl. Provinzial-Schulkollegrums über die Erteilung der Erlaubnis an Lehrpersonen zum Wohnen außerhalb des Amtssitzes, über die Entscheidung aus Anträge wegen Uebernahme oder Uebertragung renumerierter Nebenämter, über die allmähliche Per-

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