Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1906)
- Article
- [Ohne Titel] / Herzfeld
- Date
- 1906-12-01
- Page
- 715 (sequence 6)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 715 zielt werden sollen, wuß unser Aufruf zur Unterstützung des Wahlfonds in weiten Kreisen ein Echo finden; denn zum Kriegführen gehört nach einem alten Satze Geld, Geld und nochmals Geld. Aber auch durch Werbung von Mitgliedern kommen wir unserem Ziele näher. Wir stellen schon jetzt eine große Masse dar, aber wir müssen weiter wachsen, um starken Gegnern gegenüber stark Zu sein. Deshalb werben Sie, werben Sie! — Diese Worte, mit denen der Vorsitzende seine Rede schloß, machten sichtlich einen tiefen Eindruck, der sich nicht nur durch stürmischen Beifall, sondern auch dadurch kundgab, daß man auf eine Debatte verzichtete und die Versammlung sich in gehobener Stimmung trennte. A. L. Am 4. November nachmittags fand in den Räumen der Rheinland-Loge Zu Cöln eine Ausschußsitzung des Provinzial-Ausschusses für Rheinland-Westfalen statt, über die uns folgender Bericht zugegangen ist: Anwesend waren 37 Herren. Den Vorsitz übernahm der Vorsitzende der Ortsgruppe Cöln, Herr Herm. Jonas. Zu Punkt 1 der Tagesordnung erstattete Herr Rechtsanwalt Abel für das Schriftführeramt Bericht über die Tätigkeit im vergangenen Jahre. Er gab einen Ueberblick über die veranstalteten Versammlungen und die vorbereitende Tätigkeit und die sonstige Arbeit, insbesondere Behandlung von Rechtsfällen. Im Anschluß hieran kam er auf eine Versammlung des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes in Elberfeld zu sprechen, was den Herren Stadtrat Simon-Elberfeld und Herm. Gans-Barmen Veranlassung gab, eingehend das demagogische Treiben jenes Verbandes zu schildern. Es wurde dann in einer sehr ausgedehnten Debatte über die Stellungnahme zu dieser Organisation beraten uud namentlich seitens des Herrn Or. Auerbach-Cöln darauf hingewiesen, daß es in erster Reihe Sache der Kaufleute, und zwar der jüngeren Elemente sei, durch Aufklärung und energische Gegenagitation dem Verbände zu Leibe zu gehen. Alsdann schlug Herr Sanitätsrat Or. Apfel vor, den bisherigen Ausschuß in je einen für Rheinland nud Westfalen zu zerlegen, da Westfalen viel weniger Interesse an den Tag gelegt habe als die Rheinprovinz. Ihm antwortete der Unterzeichnete, daß die Geschichte des Ausschusses