Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 11 (November 1906)
- Article
- Die Juden in Südafrika
- Date
- 1906-11-01
- Page
- 628 (sequence 2)
- Language
- German
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628 Im deutschenMeich. lich von Natal) mit 100 Meilen Inland vom Meere aus, einschließlich der Vay von Natal, der Inseln in der Bay, der Wälder und Flüsse zwischen den hier aufgezählten Grenzgebieten, zu freiem und unumschränktem Besitz. Ich überlasse ihm gleichfalls die Leute, die jetzt in seinem Dienste stehen, sowie den Stamm Maluban. In gleicher Weise gewähre ich ihm das freie, ausschließliche Recht, mit meinem Volke und allen den Zulus tributpflichtigen Völkern Handel zu treiben. So wünscht der mächtige Zulukönig Tschaka Mr. Nathaniel Jsaacs für die Dienste zu belohnen, die er ihm bei der Unterwerfung des Vatia en Goma geleistet, für die Geschenke, die er von ihm erhalten und für die große Aufmerksamkeit, die er meinem Volke, bei der Abschließung eines Bündnisses mit Seiner Britischen Majestät erwiesen hat. Alles dies und meine früheren Gnadenbeweise bestätige ich hiermit und unterzeichne, Frieden und Freundschaft wünschend, sein Tschaka X Esenzengercona (Handzeichen) Johannes X Jacob (Handzeichen) (ein Hottentott, Dolmetscher). Zeugen: tz. F. Fynn, John Hutton. Spätere Ereignisse in Natal, an denen Juden beteiligt sind, spiegeln — in kleinerem Maßstabe — nur diejenigen der Kapkolonie wieder. Daniel de Paß gehörte zu den Begründern der Zuckerplantagen in Natal; Jonas Bergtheil (1820—1902) hatte Sitz und Stimme in der gesetzgebenden Körperschaft von Natal, einige Jahre bevor die Juden zum englischen Parlament zugelassen waren. Seit Einführung der verantwortlichen Regierung in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts war A. Faß Mitglied des Parlaments, und M. G. Levy Bürgermeister von Maritzburg. Das Gemeindeleben in Natal begann mit einem Minjan in Durban im Jahre 1874. Am 1. Januar 1884 war die Gemeinde schon so gewachsen, daß eine Synagoge eingeweiht werden konnte. Die jüdische Bevölkerung in Durban, die vor dem letzten Burenkriege nur etwa 200 Seelen betrug, zählt jetzt 1250. Eine neue Synagoge wurde daselbst im Juni 1904 eingeweiht. Infolge des Anschlusses des Distrikts Vryheid an Natal (1902) hat diese Kolonie in Vryheid eine zweite Synagoge, die im April 1904 eingeweiht wurde. In