Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1906)
- Article
- Berlin
- Date
- 1906-05-01
- Page
- 328 (sequence 4)
- Language
- German
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328 Im deutschen Reich. im letzten Jahre ein lebhafteres Interesse als früher entgegen. Man überwies dem Bureau neue wissenschaftliche Arbeiten: im Aufträge der Großloge des U. O. B. B. wird eine Statistik der jüdischen Bevölkerung im Großherzogtum Hessen ausgearbeitet werden. Die „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" ermöglichte die Inangriffnahme einer Arbeit über „Die jüdischen Gemeinden Deutschlands". Betreffs der Herstellung einer Statistik der Juden in Österreich, Ungarn und Galizien schweben zurzeit Unterhandlungen mit mehreren Körperschaften. Die erhebliche Zunahme von Jahressubventionen ermöglicht eine planvolle Herstellung der Gesamtstatistik der Juden. Zu den Körperschaften, die den Verband bereits früher subventionierten, dem Central-Verein, der Großloge, mehreren Einzellogen, dem Deutsch-Jsrael.-Gemeindebund, der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft der Juden, traten in diesem Jahre die Gemeinden: Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Breslau, Stettin, Posen, Wiesbaden, Frankfurt, Mainz hinzu. Um eine nähere Fühlung zwischen dem statistischen Verbände und den subventionierenden Organisationen herbeizusühren, berief das Kuratorium für den 28. März 1906 eine Konferenz ein, an der die Vertreter der bedeutendsten jüdischen Organisationen Leilnahmen. Man beschloß, daß alle jene Körperschaften, die dem statistischen Verband Jahressubventionen (von 200 Mark an) zukommen lassen, befugt sein sollen, einen Vertreter in das Kuratorium zu entsenden. Auch die Vereine für Statistik der Juden in andern Ländern, die sich dem Verbände angeschlossen haben, besonders der statistische Verein in Bayern, haben im letzten Jahre die Zeitschrift des Verbandes mit wertvollen Beiträgen versorgt. Nach dem Berichte des Schatzmeisters Herrn Benno Braun betrug der Etat des Verbandes im Jahre 1904 5 4032 Mark, 1905/6 9685,75 Mark. Aus Antrag der Revisionskommission (Hr. Richard Cassel und Ing. S. Eliasberg) wurde Entlastung erteilt. Herr Rechtsanwalt Dr. M. Horwitz erstattete hierauf Bericht über einen neuen Entwurf der Satzungen des Verbandes. Die Versammlung beschloß die endgiltige Entscheidung über den neuen Entwurf in der nächsten Plenarversammlung zu treffen. Der Entwurf der Satzungen des Kuratoriums wurde einstimmig angenommen. Auf Grund dieser Satzungen, die der Generalversammlung des Verbandes die Entsendung von fünf Mitgliedern in dasKuratorium einränmt, wurden