Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1906)
- Article
- Die Ritualmord-Studien des Pfarrers Dr. Mommert
- Date
- 1906-05-01
- Page
- 303 (sequence 5)
- Language
- German
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Die ^itualmord-Studien des Pfarrers Dr. Mommert. COS zu können, ob eine Stelle richtig oder falsch erklärt morden sei usw. Eine derartige Kampfesweise ist ebenso roh wie unehrlich. Nicht mit einer Silbe oder der leisesten Andeutung — wie gesagt — ist in meinem von der „Schlesischen Volkszeitung" ausgenommenen und einige Tage später von der „Neisser Ztg." abgedruckten Artikel von irgend einer anderen Kritik die Rede aber eben dieses Schweigen beweist nach Mommert, daß ich Dr. Blasels sämtliche Ausführungen zu meinem „Eigentums gemacht" und mit meiner Person gedeckt habe, weil ich doch die Pflicht gehabt hätte, an jener Kritik in Mommerts Interesse vernichtende Kritik zu üben! Es dürste selbst Herrn Dr. M.s besten Freunden der Nachweis schwer werden, worin wohl sich seine hierbei beliebte Kampfesweise von der den „Talmud- Juden" oft — mit Recht oder Unrecht — vorgeworsenen Persidie unterscheide. Die von Haß und ausgesuchter Bosheit vergifteten Pfeile aber, die der bedauernswerte Priester und Ritter des heiligen Grabes gegen mich hier und sonst noch abgeschossen hat, schnellen auf den Schützen zurück und lassen mich sehr ruhig. Als ehrlich und eines Priesters und Grabritters würdig kann auch M.s Kritik meiner Bemerkungen über seine Selbstbiographie (im gleichen Artikel) schwerlich anerkannt werden. Unter anderem hatte ich dabei gesagt: „Die dort maßlos und zur Entrüstung und Trauer der geistlichen Mitbrüder Dr. Mommerts Angegriffenen haben damals die ungerechte und unverdiente Kränkung mit ernstem, beschämenden Schweigen über sich ergehen lassen." Obwohl ich nun zwei Zeilen vorher ausdrücklich von Mommerts „boshaften und hämischen Beleidigungen gegen Oberhirt, geistliches Amt und Mitbrüder", nnd zwar sehr vieler, und aus „Jahrzehnten", gesprochen, verdreht und entstellt Herr Dr. M. (S. 123) diese Aeußerung durch die Parenthese: „Der Redakteur Reise von der „Neisser Zeitung" und einzelne Geistliche Räte der Breslauer Diözesanverwaltung sind gemeint." Diese Entstellung war nämlich notwendig, damit Herr M. dann sagen konnte: Herr Reise und mehrere Zeitungen der „Bischöflichen Presse" haben ja doch aber geantwortet; folglich sagt „König mit Unwahrheit", daß die „Gekränkten" geschwiegen hätten. (S. 127.) Aber 2 Zeilen darauf gesteht er wieder zu, daß Se. Eminenz wirklich geschwiegen habe. Allerdings braucht er dieses Zugeständnis auch wieder.