Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1906)
- Article
- Die Ritualmord-Studien des Pfarrers Dr. Mommert
- Date
- 1906-05-01
- Page
- 302 (sequence 4)
- Language
- German
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302 Im deutschen Reich. Schrift. Derselbe nimmt nicht mit einer Silbe oder der leisesten Andeutung weder direkt noch indirekt aus Dr. Masels Entgegnung Bezug, konnte es auch gar nicht, weil er schon abgeschlossen war, als ich die betreffende Nummer der „Neisser Zeitung" zu lesen vermochte; und kein vernünftiger Mensch würde mich sür verpflichtet gehalten haben, bei meiner Entgegnung abweisende Stellung zu etwaigen anderen Kritiken desselben Buches zu nehmen. Herr Dr. Mommert d enkt anders. „Zur Ehre Gottes und zum Nutzen der Mitmenschen" schreibt er nämlich S. 116 s.: „Als mein alter Universitäts-, Studien- und Alumnatsgenosse, der Domprobst Professor Dr. Arthur König zu Breslau, mich von Blasels schneidigem Schwerte getroffen in der „Neisser Ztg." seiner Meinung nach in meinem Blute schwimmen sah, hielt er es, anstatt gegen Blasels wissenschaftliche Verstöße im Namen der Wissenschaft als sein ehemaliger Lehrer zu protestieren, für Zeitgemäß, nun auch seinerseits gegen mich Front zu machen. Und so erschien denn Sonntag, den 29. Oktober 1905 (d. i. vier Tage nach Blasels Auftreten in der „Neiss. Ztg.") in der „Schles. Volksztg." (Nr. 199) und Mittwoch, 1. November 1905, in der „Neisser Ztg." nachstehender Artikel . . ." Derselbe wird dann bis aus die unterschlagene Stelle wörtlich abgedruckt. Darauf fährt Herr Di'. M. (S. 120) nach einigen Bemerkungen über „Zahlreiche Angriffe" wörtlich fort: „Wenn König dadurch, daß er ohne an Blasels Leistung in der „Neisser Ztg." zu mäkeln, sich rückhaltlos auf dessen wissenschaftlichen Standpunkt stellte — durch sein Schweigen (gut tacet. consentire videtur) Blasels wissenschaftliche Verstöße zu seinem Eigentume machte — und dieselben durch sein persönliches Ansehen als Domprobst der Kathedrale und Professor an der Königl. Universität bekräftigte, sich selbst bloß gestellt hat, so ist das im Interesse seiner Stellung als Königl. Universitätsprofeffor jedenfalls zu bedauern." Dazu S. 128: „Je mehr die Christen aber durch unwissende Priester und Professoren verdummt werden, desto üppiger blüht Judas Weizen. Unter solchen Umständen ist es nicht zu verwundern, wenn Juda seinen christlichen Vorkämpfern Dr. Karl Blasel und Professor Dr. Arthur König kräftig Beifall geklatscht hat." Zugleich hält der gelehrte Herr Dr. M. mir (Seite 121) eine Gratisoorlesung darüber, daß ein Universitätsprofessor auch soviel Griechisch und Geschichte verstehen müsse, um beurteilen