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Im deutschen Reich · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. 207

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1906-03-01
Page
207 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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Veremsnachcichten. 207 daß der Vorstand als solcher sich nicht mir der Streitsache befaßt habe. Nachdem noch einige Wünsche von Mitgliedern geäußert worden waren — so wünschte Herr Schindler, daß die Ortsgruppe häufiger Versammlungen veranstalten möge, Herr Jmbach, daß der Central-Berein auch die Jugend im Sinne seiner Bestrebungen mobil machen möge, — wurde die Versammlung nach einem Schlußwort des Vortragenden geschlossen. Sie hat dein Central-Verein kräftigen Zuwachs gebracht und die bisherigen Mitglieder aufs neue für die Ziele des Vereins angeregt. Von Herrn Rechtsanwalt Fleischer, Berlin, Dircksenstraße 24, wurden uns dreißig Mark als Sühnebeitrag aus einer Privarklage eines Klienten wegen Beleidigung in konfessioneller Beziehung sreundlichst übermittelt. „Wenn dereinst der Tageszwift verklungen und Deutschlands Einheit und Freiheit wie das Deutschtum und die Gleichberechtigung seiner Angehörigen jüdischen Bekenntnisses ebenso fest gegründet sein wird, wie sie heutzutage von seinen Gegnern noch angezweifelt und angeseindet werden — dann soll und wird man noch in Ehren des ersten und erfolgreichsten Vorkämpfers von beiden gedenken, des ersten deutschen Bolksvertreters jüdischen Bekenntnisses: Gabriel Rießers". — Mit diesen Worten schloß der erste sächsische Landtagsabgeordnete jüdischen Glaubens, Emil Lehmann, seine vor neun Jahren in dieser Zeitschrift veröffentlichte Artikelserie über Gabriel Rießer, dessen 100 jähriger Geburtstag jetzt in vielen jüdischen Gemeinden in Deutschland feierlich begangen wird. Wir haben auch damals im Heft 7/8 des Jahrgangs 1897 dieser Zeitschrift der Empfindung, die das Andenken Rießers in uns stets hervorrust, mit den Worten Ausdruck gegeben: „Ein Anwalt des Rechts hat sich Gabriel Rießer durch eine echt vaterländische Gesinnung im besten Sinne des Wortes als ein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens bewährt. Wenn wir seinem Beispiele folgen, kann und wird uns auf die Dauer die volle Anerkennung der bessergesinnten Deutschen christlichen Glaubens nicht fehlen!" In dieser Ueberzeugung begehen wir am Donnerstag, den 5. April d. I. im großen Saale der „Philharmonie", Berlin SW., Bernburgerstr. 22/28, hoffentlich unter zahlreicher

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