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Im deutschen Reich · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. 208

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1906-03-01
Page
208 (sequence 9)
Language
German
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20s Im deutschen Reich. Verenigung unserer Vereinsmitglieder und von Vertretern befreundeter Organisationen, in ernster, weihevoller Stimmung den Gedenktag unseres großen Vorbildes. Nach einen: Orgel- Präludium und einem von künstlerischen Kräften vorgetragenen Doppel-Ouartett aus dem Oratorium „Elias" wird Herr Pros. I>r. Geiger die Festrede halten und dann in einer Ansprache des ersten Vorsitzenden des Central-Bereins-Vorstands, Herrn Rechtsanwalt vr. Hor wih, zum Ausdruck gelangen, was Ehrenpflicht jedes Deutschen jüdischen Glaubens ist, um das zu erreichen, was Gabriel Rießer für Deutschland und das Judentum erstrebt hat. Weitere Gesangsoorträge sollen den Schluß der Feier bilden, die für uns als deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens die Erfüllung einer Dankespslicht bedeutet, denn die Erinnerung an Gabriel Rießer mahnt uns: „Drum feiert ihn, denn was den: Alaun das Leben Nur halb, das soll ihm ganz die Nachwelt geben/' tJfiS? Briefkasten der Redaktion. C. 8., Berlin. Daß Pastor Stöcker und Lieentiat Mumm in einer christlich-sozialen Versammlung die Frage „Ist Heine eines Denkmals wert?" erörtert und ihre Zuhörer veranlaßt haben, diese Frage in einer geharnischten Resolution zu verneinen, hätte Heine, wenn er noch lebte, viel Vergnügen gemacht. Der Literarhistoriker Adolf Bartels, dessen Achtzeiler „Das Heine-Denkmal" in einer ganzen Reihe von antisemitischen Blättchen abgedruckt worden ist, hätte der Spottlust Heines einen willkommenen Stoff geliefert, wenn ihm dazu diese Weimarsche Größe nicht etwa zu klein gewesen wäre. Nichts kennzeichnet das Kulturniveau der Schar der Heine-Gegner aber besser als das in dem „Deutsch-sozialen Liederbuch" enthaltene antisemitische Kommerslied „Die Hein lade" mit den folgender: „vornehmen" Strophen:

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