Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 11 (1905)
- Issue
- Heft 11 (November 1905)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1905-11-01
- Page
- 613 (sequence 4)
- Language
- German
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Vereinsnachrrchicn. 613 vermehrte Zuwachs an Mitgliedern habe die Verlegung des Vereins - bureaus nach der Lindenstraße 13 veranlaßt, wo größere Räume zur Verfügung stehen. Dem reichen Gewinn seit der letzeren Vereins- Versammlung stünden aber auch beklagenswerte Verluste gegenüber, da eine ganze Reihe von Männern, die um das Judentum und auch um die Vereinssache sich verdient gemacht haben, in den letzten Monaten durch den Tod einer segensreichen Wirksamkeit entrissen worden seien: Gotthold Simon, Vorsteher der Synagogen- Gemeinde Magdeburg, Gustav Schattmann, Vorsteher der Repräsentanten-Versammlung Magdeburg, A. Weil, Vorsteher der Repräsentanten-Versammlung Steinheim i. W., Prediger S. Neubauer in Zittau, Vertrauensmann unseres Vereins, Justizrat Max Wohlauer in Groh-Strehlitz, Justizrat Hermann Stern, ein Mitbegründer unseres Vereins und langjähriges Vorstandsmitglied, Rechtsanwalt Georg Poppelauer, Mitglied der Rechtsschutz- Kommiffion und Vorsitzender der Gruppe 8., 80, und 0., Stadlrat S. Moses in Glogau, Vorsitzender des Repräsentanten - Kollegiums, Martin Simon, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Berlin, Leiter ihres Armenwesens, Geheimrat vr. M. Wiesenthal, langjähriges Vorstandsmitglied der Berliner Jüdischen Gemeinde, Begründer des Lehrerinnenheims, Ed. Mamlok, Mitglied des Vorstandes der Synagogen-Gemeinde Glogau, Kommerzienrat M. Hepner in Krotoschin, Ehrenbürger von Jaraischewo, Landrabbiner vr. I. Prager in Kassel, allgemein verehrter Theolog und Medizinalrat Dr. Gustav Mankiewicz, angesehenes Mitglied der Synagogen-Gemeinde Posen. Die diesen Männern gewidmeten herzlichen Nachrufe hörte in tiefer Ergriffenheit die Versammlung stehend an. Anknüpfend an die Mitteilung, daß Herr Kommerzienrat I. S. Hirsch - land durch eine Stiftung die „immerwährende Mitgliedschaft" des Central-Vereins erworben habe, zollte der Vortragende herzliche Anerkennung den Leistungen der Ortsgruppe Essen, die der genannte Stitter begründen half, und die nun unter der tatkräftigen Leitung der Herren Rechtsanwälte Max Abel und Dr. Herzfeld die Vereinssache in Westdeutschland erfolgreich fördert. In Württemberg wirke Herr Dr. G. Feldmann in vorzüglicher organisatorischer Weise für die Vereinssache; in Baden würden die freundschaftlichen Beziehungen zu der „Vereinigung Badischer Israeliten" aufrecht er halten, aber außerdem schlöffen sich vielfach Badenser unserem Vereine freiwillig als Einzelmitglieder an. Aehnlich verhalte es sich in Bayern, wo die Zahl der Central-Vereins-Mitglieder in steter Zunähme begriffen sei. Die Vereinsgruppe Hamburg-Altona, deren