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Im deutschen Reich · 1905-08-01 · Heft 8 (August 1905) · p. 413

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 8 (August 1905)
Article
Das Schächten
Date
1905-08-01
Page
413 (sequence 20)
Language
German
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Das Schächten. 41o bestes, 25 als eine der besten Schlachtmethoden, 33 als sehrzweckmäßig re. Als Hauptirumpf gegen dieses imposante Gutachten-Material spielt Dr. v. Schwartz das Ergebnis einer Umfrage über das Schächten aus, welche Ende 1901 von den Herren Geheimrat Prof. Kehrer und Medizinalrat Di\ Mittermaier in Heidelberg *) **) veranstaltet wurde und angeblich „für das betäubungslose Schächten vernichtende Tatsachen" (S. 109) festgestellt habe. Demgegenüber sei hier nur kurz konstatiert, daß unter den 463 Beantwortern der Umfrage, welche, wie Di-. Mittermaier in seiner Schrift „Das Schächten" (Heidelberg 1902) S. 12 untteilt und Schwartz ihm nachschreibt, angeblich nur „an alle Direktoren und Verwalter von Schlachthäusern, an alle Kreis- und Bezirkstierärzte in ganz Deutschland, sowie an die Professoren der deutschen Tierarzneischulen und an die Univerfitätsprofefforen der Physiologie" gerichtet wurde, sich auch vier Profesioren (Schauta- Wien, Chrobak-Wien, Freund-Straßburg, Wyder-Zürich) und zwei Aerzte der Frauenheilkunde, sowie vierzehn Bürgermeister befinden, daß ferner sechsundsechzig in Orten amtieren, wo keine Juden wohnen, also das Schächten aus eigener Anschauung nicht kannten, drß zwanzig ausdrücklich erklären, aus diesem Grunde kein Gutachten abgeben zu können, und daß endlich dreißig sich zu Gunsten des Schächtens äußern. Von den 463 Antwortgebern verbleiben also nur 367, deren Urteile herangezogen werden *) Wie bereits oben S. 7 bemerkt, stimmt mit diesem Urteil die ^Wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen" überein. Zu dem gleichen Ergebnisse ist auch eine stattliche Anzahl fernerer beamteter Veterinäre gelangt. Der ehemalige Regierungspräsident in Bromberg Freiherr von Tiedemann erklärte in der Reichstags-Sitzung vom 25. April 1899: „Ich habe mir auch häufig das Schächten angesehen, und ich muß sagen, wenn dasselbe von einem geschickten -Schächter richtig gemacht wird — und die meisten sind es ja, weil sie sich einer Prüfung unterziehen müssen — dann ist es nach meiner UeLerzeugung unbedingt die am wenigsten grausame TöLungsart, die überhaupt erdacht werden kann. Ich könnte mich aus eine große Menge von Gutachten berufen, die uns allen Vorgelegen haben. Ich bin auch amtlich als Chef der Land esp olizeib ehörde in der Lage gewesen, die Frage in Erwägung zu nehmen, ob das Schächten zu verbieten sei oder nicht, und habe aus dieser Veranlassung unzählige Gutachten von Kreis-Tierärzten, Departements-Tierärzten eingezogen. Allerseits ist mir die Neberzeugnng entgegengetreten: Das Schächten ist die zweckmäßigste, die am wenigsten grausame Tötungsart." **) Als fernerer Beweis für die Wahrhaftigkeit des Dr. v. Schwartz sei angeführt, daß er Dr. Mittermaier als „Professor an der Universität Heidelberg" und (S. 142) als „Physiolog" bezeichnet und auch Kehrer (S. 143 und 229) zum ,Physiologen" macht. Natürlich weiß Dr. v. Schwartz in Konstanz in Baden ganz genau daß der an der badischen Universität Heidelberg lehrende Kehrer Gynaekologe STOiffov-mr-rio-r mpSor SßrnfpTinr TtDCfl Rbvnoloae ist.

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