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Im deutschen Reich · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. 604

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1904-11-01
Page
604 (sequence 8)
Language
German
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604 Im de u! scheu Reich. auch mal ntnfe i]rabe sein [affen; man darf auch nicht merken, wenn mal ein Judenlnmmel in einer einsamen (5 fe halbtot gedroschen wird. Wenn ich Polizei-Präsident mm Berlin wäre, ich würde Sie, meine Herren, Loben und dreschcn lassen, soviel Sie wollen, und ich würde mir sagen,' es ist ga: z gut, wenn die guten Berliner den Semiten gehörig aufs Led^r rücken, denn mit dieser Räuberbande ist es ja nicht mehr zum Aushalten; ich würde meinen Schutzleuten den Befehl geben, zugleich mit Ihnen auf die Jndenbande loszudreschen. Nur wenn Sie das christliche Eigentum verletzen und wenn Sie Ihre germanischen Stammesgenossen verhauen, erst dann, meine Herren, würde ich Sie etwas in die Beene schießen lassen. Auf diese Weise würde ich handeln als Polizeipräsident und ich glaube. Sie würden mit meiner Negierung ganz zufrieden sein. Also los, Preußen, warum zaudert Ihr noch, los, Ihr Sozialisten, los, Ihr roten Brüder, los, Ihr Bürger von Berlin, werdet endlich einmal forsche und schneidige Kerls, auf zum Kamps, zum Sturm, auf zum Radau, auf zur frischen und fröhlichen Reiberei.' (Hier erfolgte die Auflösung.)" In dem zweiten Flugblatt wendet sich Graf Pückler wieder an die „lieben roten Kerle", denen er rät, in den jüdischen Geschäften Radau zu machen. Er fährt fort: „Da wird der Jude frech werden, da werden Sie wieder frech, es kommt vielleicht'zur Keilerei, dann nehmen Sie sofort den Knüppel zur Hand und schlagen Sic den Hund über den Schädel, daß er sofort auf den Rücken fällt. Sie können den Lümmel auch mit dem Revolver zusammeuschießen, das ist ganz egal. Die Juden, die erkläre ich für vogelfrei und jeder Manu kann dieselben zusammenhauen und zusamenschießen, so viel er will. . . . Diese Bande hat kein besseres Schicksal verdient. Auch kleine Einbrüche bei Juden würden sich sehr empfehlen. Man liest beinahe täglich in den Zeitungen, daß hier in Berlin eingeürochen wird, aber immer bei Christen, sehr selten bet Juden. Das ist eine sogenannte Charakterlosigkeit der Berliner- Spitzbuben . . . Ihr müßt das Einbrechen betreiben als einen ritterlichen und vornehmen Sport wie die Raubritter im Mittelalter, die haben auch manchen verfluchten Juden beraubt und ausgeplündert. Wer in den nächsten Tagen bei einem Juden einbricht, dem schenke ich einen Taler, und wer dort zu gleicher Zeit alles kurz und klein schlägt, dem schenke ich zwei Taler, und wer außerdem den kleinen Cohn verhaut, daß der Lümmel acht Tage nicht sitzen kann, dem schenke ich drei Taler, und wer obendrein die alte Sarahleben zum Fenster hinausschmeißt, daß der alte Schädel bloß so knallt dem Asphalt von

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